| 19:06 Uhr

BCE meistert Münchner Doppelpack

Elversbergs Vorsitzender Volker Marx (links) legte mit seinem Sieg gegen Christos Christodoulidis den Grundstein zum Heimsieg. BCE-Mitspieler Klaus Bosel (rechts hinten) verlor am Samstag als einziger Elversberger, siegte dann am Sonntag mit einer Klasseleistung aber wieder.Foto: David Benedyczuk
Elversbergs Vorsitzender Volker Marx (links) legte mit seinem Sieg gegen Christos Christodoulidis den Grundstein zum Heimsieg. BCE-Mitspieler Klaus Bosel (rechts hinten) verlor am Samstag als einziger Elversberger, siegte dann am Sonntag mit einer Klasseleistung aber wieder.Foto: David Benedyczuk FOTO: David Benedyczuk
Elversberg. Die Billardspieler des BC Elversberg sind nach einem erfolgreichen Doppelspieltag in der 1. Dreiband-Bundesliga das einzig verbliebene Team ohne Niederlage. Am Samstag bezwangen die Saarländer den bisher makellosen Spitzenreiter BC München mit 6:2. David Benedyczuk

Der Weltmeister war nicht dabei, dafür war die Leistung der Billardspieler des BC Elversberg geradezu weltmeisterlich. Der sechsfache deutsche Meister gewann am Samstag das Topspiel der 1. Dreiband-Bundesliga gegen den BC München mit 6:2 und verpasste den bisher makellosen Gästen die erste Saisonniederlage. Vor rund 80 Zuschauern im BC-Clubheim legte Volker Marx mit seinem 40:36-Sieg im Duell der Clubvorsitzenden gegen Christos Christodoulidis einen Grundstein zum Erfolg. "Nach meinem starken 18:4 im ersten Sektor bin ich in ein kleines Loch gefallen, habe mich aber gut da rausgekämpft", sagte Marx.

Im Parallelspiel bestimmte auch Teamkollege Klaus Bosel zunächst das Geschehen. Mit zunehmender Spieldauer wurde sein Gegner Johann Schirmbrand aber immer stärker, legte gleich drei 7er-Serien auf den Tisch und gewann mit 40:28. Danach war es an den Elversberger Ausländern, den Sieg einzutüten - und das gelang souverän. Der Belgier Jef Philipoom brachte dem Griechen Kostas Papakonstantinou mit 40:30 im achten Spiel die erste Niederlage bei. Am Nebentisch zeigte der Niederländer Jean-Paul de Bruijn gegen Münchens Türken Lüfti Cenet eine Weltklasseleistung und siegte nach nur 18 Aufnahmen mit 40:29. "Das war ein toller Vortrag von de Bruijn. Die Art und Weise, wie er gespielt hat, war beeindruckend", lobte Marx. Da hätte es selbst der frischgebackene Dreiband-Weltmeister Daniel Sánchez, der bei München unter Vertrag steht, aber nicht mit dabei war, schwer gehabt.

Am Sonntag gewann Elversberg auch das Heimspiel gegen den BSV München mit 6:2. Marx gewann souverän mit 40:32 gegen Kai Siepmann, Bosel machte mit einer bärenstarken Leistung gegen den Österreicher Herbert Szivacz die Niederlage vom Vortag vergessen. Er gewann nach nur 19 Aufnahmen mit 40:34.

"Es war bis zum Schluss eine enge Kiste. Aber ich habe heute gut gespielt und verdient zwei Punkte eingefahren", sagte Bosel. Danach machte de Bruijn mit einem 40:29 über Michael Puse alles klar. Nach dem fünften Sieg im siebten Spiel ist Elversberg das einzig unbesiegte Team der Bundesliga und belegt mit 12:2 Punkten Rang zwei. Spitzenreiter BC München hat ein Spiel mehr, könnte aber noch zwei Zähler aus dem 5:3-Erfolg gegen den BC Magdeburg verlieren. Dort war Schirmbrand zu spät zu seiner Partie erschienen, Magdeburg legte Protest ein und bekam in erster Instanz Recht. Sollte das Urteil so bleiben, geht Elversberg sogar als Spitzenreiter in die nächste Partie am 7. Januar beim BBC Witten.

So oder so ist die Freude im Team groß: "Wir können sehr zufrieden sein. Das waren zwei sehr geschlossene Teamleistungen", freute sich Marx nach einem rundum gelungenen Wochenende.

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