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Aktive Mittagspause bei Neunkircher Rathausmitarbeitern
Pause für mehr Geld in der Lohntüte

Neunkirchen. Verdi-Gewerkschafter machen mit aktiver Pause auf ihre aktuellen Tarif-Forderungen aufmerksam. Von Michael Beer

Wie eine kleine Wagenburg stehen an diesem Dienstagmittag Autos des Zentralen Betriebshofs der Stadt Neunkirchen auf dem Stummplatz, nahe beim bronzenen Namenspatron. Ein paar Verdi-Fahnen sind zu sehen. Streik? Nein, aktive Mittagspause, erläutert der Personalratsvorsitzende Achmed Achour. Die Rathaus-Mitarbeiter machen auf ihre tarifpolitischen Forderungen aufmerksam. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld auf dem Lohnzettel, mindestens aber ein Plus von 200 Euro, damit auch die unteren Gehaltsstufen mit einem deutlichen Plus partizipieren. Beim Zentralen Betriebshof, so ist in der Runde zu hören, sei das Einkommen teils sehr schwach.


Neben den Betriebshof-Leuten waren schon andere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in einer aktiven Pause, erläutert Gewerkschaftssekretär Stefan Schorr. Es hätten sich etwa 90 Mitarbeiter beteiligt. Die erste Runde in der Tarifauseinandersetzung war am 26. Februar, kommende Woche Montag und Dienstag geht es in Potsdam weiter, erklärt Schorr. Im Vorfeld gibt es Aktionen wie auf dem Stummplatz, um das eigene Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen. An diesem Mittwoch ist Verdi am Bad Lakai.

Die Stimmung der Belegschaft im Neunkircher Rathaus ist in Sachen Tarifrunde optimistisch, erklärt Personalrat Achour. Die Beschäftigten seien mit Blick auf sprudelnde Steuereinnahmen der öffentlichen Hand der Meinung, es müsse auch wieder etwas bei ihnen ankommen.