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Sie setzen sich für die Jüngsten ein

Sie setzen sich für die Jüngsten ein

Kreis Neunkirchen. Der neu gewählte Kreiselternausschuss (KEA) ist komplett weiblich: Andrea Schmitt aus Neunkirchen als Vorsitzende sowie als Vize Tanja Bressem aus Schiffweiler und Tanja Marzlin aus Wellesweiler vertreten jetzt die Eltern der Kinder, die eine der 57 Kindertageseinrichtungen im Kreis Neunkirchen besuchen

Kreis Neunkirchen. Der neu gewählte Kreiselternausschuss (KEA) ist komplett weiblich: Andrea Schmitt aus Neunkirchen als Vorsitzende sowie als Vize Tanja Bressem aus Schiffweiler und Tanja Marzlin aus Wellesweiler vertreten jetzt die Eltern der Kinder, die eine der 57 Kindertageseinrichtungen im Kreis Neunkirchen besuchen. Die Ausschuss-Vorsitzende vertritt zudem die Kitas des Landkreises auf Landesebene.

Bisher wurde der KEA für ein Jahr gewählt. Nun zum ersten Mal für zwei Jahre. "Zwei Jahre sind auch besser, weil man sich ja erstmal einarbeiten muss", sagte Andrea Schmitt bei der Vorstellung des KEA-Trios am Montag im Landsratsamt in Ottweiler.

Die 39-Jährige hat schon Erfahrung gesammelt, war im Vorjahr als Stellvertreterin schon in Funktion. "Sich informieren, mitreden und mitbestimmen", beschreibt die zweifache Mutter ihre Beweggründe. Ihre Mädchen (4 und 5) besuchen die Kita Regenbogen in der Ringstraße Neunkirchen. "Transparenz","erfahren, was da eigentlich läuft", motiviert auch Tanja Bressem (37). Ihre Tochter hat einen Krippenplatz im Familien- und Nachbarschaftszentrum Neunkirchen. Die fünfjährige Tochter von Tanja Marzlin (34) geht in die katholischen Kita Wellesweiler. Der Sohn ist fünf Monate.

Im Landkreis Neunkirchen leben nach Kreis-Angaben 2713 Kinder im Alter von null bis drei Jahren, 2907 Kinder von drei bis sechs Jahren und 7316 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. "Damit vertritt der KEA zehn Prozent der Gesamteinwohnerzahl des Kreises", sagte Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider. In Krippe, Kiga, Kita oder Hort. "Es ist unser Ziel, die Eltern an den Entscheidungen über die Betreuung ihrer Kinder in Kindertagesstätten zu beteiligen und mit ihnen zusammenzuarbeiten." Der Leiter des Kreisjugendamts, Joachim Brill, lud die KEA-Frauen ein, im Kreisjugend-Ausschuss vorbeizuschauen - um Themen und Personen kennenzulernen.

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Von SZ-Redakteurin

Claudia Emmerich

Für die drei Frauen im aktuellen Kreiselternausschuss ist ihr Engagement Ehrensache: Weil Kinder es wert sind. Ihr Engagement beginnt in der eigenen Kita. Sie berichten von Festen, Elternfrühstück, Lese-Aktionen. Jetzt wirkt ihr Engagement eben noch darüber hinaus. 57 Kindertageseinrichtungen zählt der Kreis. Die Landrätin hat nachgeschlagen: 28 Einrichtungen haben eine Vertretung für die Wahl auf Kreisebene geschickt. Immer noch eine ordentliche Quote. Man kennt es auch aus Schulen oder Vereinen - die oft mühselige Suche nach Menschen, die ein Amt und damit Verantwortung übernehmen. Doch wer es wagt, bekommt auch was zurück - Anregungen, Einblicke, Kontakte.

Stichwort

Seit 2009 wird der Kreiselternausschuss im Landkreis Neunkirchen nach dem saarländischen Kinderbetreuungs- und Kinderbildungsgesetz gewählt. Der Ausschuss soll die Elternarbeit bei den Kleinsten stärken, analog dem Verfahren der Elternbeteiligung bei den Schülern. red