Regen füllt die Unken-Tümpel

Das feuchte Wetter der vergangenen Wochen hat auch seine Nutznießer. Entgegen aller Schäden, die das Oberflächenwasser bislang angerichtet hat, haben Tiere und Pflanzen davon profitiert.

Zu den Profiteuren des diesjährig verregneten Frühjahrs und Frühsommers zählt laut Uli Heintz eindeutig auch das Breitblättrige Knabenkraut. Als Bewohner feuchter, nährstoffarmer Wiesenstandorte, konnte man es in den Ziegelhütter Moorwiesen im Quellgebiet des Mühlbaches besonders zahlreich antreffen. Ein weiterer Bewohner sei auch die Sumpfdotterblume, im Volksmund auch "Butterblume" genannt.

"Voraussetzung für diese Europaweit geschützten Pflanzenbestände sind eine extensive landwirtschaftliche Nutzung, das heißt wenig bis keine Düngung und später Schnittzeitpunkt, nicht vor Mitte Juli", erklärt Heintz. Außerdem sei eben ausreichend Feuchtigkeit im Frühjahr notwendig.

Ziel des Naturschutzgroßvorhabens LIK.Nord ist hier der langfristige Erhalt dieser Nutzungsrahmenbedingungen und die Flächensicherung durch Ankauf.

Eine junge Gelbbauch-Unke sonnt sich im Uferbereich.
Ein Jungtier mit noch etwas schwacher Bauchfärbung.

In Zukunft soll auch in diesem Landschaftslabor "Neuerfindung der Bergmannskuh" durch einen so genannten Entdeckerpfad die Schönheit und Besonderheit dieser Wiesengesellschaften für interessierte Naturliebhaber erschlossen werden.