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Geschichte zum anfassen: Weg führt zu seltenem Bodendenkmal

Geschichte zum anfassen: Weg führt zu seltenem Bodendenkmal

Ein in unserer Region seltenes Bodendenkmal, die gallo-römische Fliehburg in Wellesweiler , war bisher nur Eingeweihten bekannt und zugänglich. Der Neunkirchener Rundwanderweg "Kohlengrubenwaldweg", dessen Startpunkt am Bexbacher Schützenhaus liegt, führt an diesem geschichtlich interessanten Denkmal vorbei.

Auch von der alten Rombacher Straße ist die ehemalige Fliehburg gut zu erreichen. Auf einer neuen Hinweistafel, so die Stadt in einer Pressemitteilung, sind die genaue Ausdehnung und der Aufbau der Anlage in einer Grafik anschaulich dargestellt. Die geschichtlichen Daten hat der Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte , Landeskunde und Volkskultur zusammengestellt. Die Hinweistafel wurde vom Betriebshof der Stadt Neunkirchen gebaut und aufgestellt.

Während der Germaneneinfälle im 3./4. Jahrhundert fand die Bevölkerung mit ihren Viehbeständen Schutz in solchen Anlagen. Das nahezu viereckige Hochplateau wird im Osten, Süden und Westen von natürlichen Steilhängen gesichert. Durch Bepflanzung der Hänge mit Gehölzen, die miteinander verwoben wurden, entstand eine schwer zu durchdringende grüne Wand, das sogenannte Gebück. Unmittelbar im Norden der Anlage verläuft ein künstlich angelegter Erdwall, dem im Abstand von 20 Metern ein vier bis sechs Meter breiter und ein Meter hoher Steinwall vorgelagert war. Ein breiter Graben ist heute noch erkennbar.