Der Monat Februar 2019 im Rückblick der SZ Lokalredaktion Neunkirchen

Kreis Neunkirchen: Rückblick monatsweise : Bombe hält Eppelborn in Atem

Eine Weltkriegsbombe von 250 Kilogramm müssen die Experten des Kampfmittel-beseitigungsdienstes entschärfen. 800 Menschen verlassen ihre Häuser.

Der Termin für die Entschärfung der Weltkriegsbombe in Eppelborn ist auf Sonntag, 10. Februar, festgesetzt. Fast 800 Menschen müssen an dem Morgen in einem Umkreis von 300 Metern aus ihren Häusern. Bis 9 Uhr muss das gesperrte Areal menschenleer sein, Klingeltrupps gehen von Haus zu Haus, um das sicherzustellen. Der Fund und die Entschärfung sorgen für angespannte Nerven. Nahe des Eppelborner Bahnhofes war wenige Tage zuvor eine Fliegerbombe gefunden worden. Sie wiegt etwa 250 Kilogramm und liegt im Gleisbett. Bauarbeiter haben sie entdeckt. Und sofort die Arbeiten eingestellt. Die Bahnstrecke zwischen Lebach-Jabach und Illingen ist, um Erschütterungen zu vermeiden, gesperrt. Die Bahn hat einen entsprechenden Ersatzverkehr eingerichtet. Neben der Aufregung bedeutet der Bombenfund eine große logistische Herausforderung für das Rathaus und alle Helfer an dem Sonntagmorgen der Entschärfung. Die Spezialisten aus Saarbrücken, der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit Dirk Otterbein an der Spitze, haben dann keine Mühe mit dem Kriegsüberbleibsel. Um 11.23 Uhr hat er die Zünder ausgebaut.

Ebenfalls für Aufregung sorgen im Februar die Pläne der Stadt Neunkirchen, für eine dringend notwendige neue Kindertagesstätte einen kleinen Teil des Stadtparks zu opfern. Der Rosengarten soll den Bauplänen zum Opfer fallen. „Nicht mit uns“, sagt die Bürgerinitiative Neunkircher Stadtpark um Tatjana Linn, Mathias Busch und Peter Baranec. Mit der weiteren Verkleinerung des Parks und dem Verschwinden des Rosengartens würde das Wohl der Anwohner und zahlreichen anderen Nutzer der Anlage „existenziell bedroht“, sind sie sicher und sammeln Unterschriften für den Erhalt der Anlage. Im Stadtrat wird die Kita-Planung kritisch diskutiert.

Ein Dauerthema in Neunkirchen ist das der „gefühlten Sicherheit“. Auch wenn die Polizeistatistik keine starken Kriminalitätsausschläge aufweist, haben Menschen in der Stadt unter anderem am und um den Lübbener Platz oft das Gefühl, nicht sicher zu sein. Die Stadt Neunkirchen hat darauf mit dem Einrichten einer City-Wache in der Wellesweiler Straße reagiert. Diese Wache soll personell verstärkt werden, heißt es in diesen Tagen aus dem Rathaus. Wie sich das Gesicht der Stadt verändert, hat die SZ recherchiert.

Nach der Einwohnerstatistik leben 113 Nationalitäten in Neunkirchen. Die größte Gruppe mit ausländischer Staatsbürgerschaft ist die der Italiener, gefolgt von Syrern, Bulgaren und Rumänen. Der Ausländeranteil beträgt im Februar 17,36 Prozent. In der Kreisstadt leben knapp 48 000 Menschen.

In Neunkirchen freut sich Markus Müller, in diesem Monat seinen neuen Job antreten zu können. Der Pressesprecher der Stadt wird Chef der Neunkircher Kulturgesellschaft.

Und in Mainzweiler freut sich die Familie Caroli: Sie hat mit ihrem Arbeiter-Bauernhaus einen Preis gewonnen im Bauernhaus-Wettbewerb.