Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird in Eppelborn entschärft

Bombenentschärfung : Weltkriegsbombe in Eppelborn entschärft

Es war 11.23 Uhr am Sonntagvormittag, als die Eppelborner Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset (SPD) dem Krisenstab im Rathaus mitteilte: „Die Bombe ist entschärft.“ Es handelte sich um eine 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am 29. Januar bei Arbeiten in der Nähe des Bahnhofs gefunden wurde.

Dirk Otterbein, Leiter des saarländischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes, und sein Kollege Werner Fuchs konnten sich, nachdem die Evakuierung des Ortskerns abgeschlossen war, um 10.47 Uhr an die Entschärfung der Bombe machen. „Relativ einfach“, sei dies gewesen, erklärte Otterbach, da die beiden Zünder an Kopf und Heck der Bombe nicht verrostet und daher gut zugänglich gewesen seien. „Die Bombe lag allerdings wegen des Regens im Wasser, das wir zuerst noch abpumpen mussten“, erklärte Otterbein. Von den 250 Kilo seien 120 Sprengstoff, der Rest Stahl. Zu warten, bis eine solche Bombe – der am meisten abgeworfene Typ im Zweiten Weltkrieg – wegroste, sei vergebens. „Bei einer Wandstärke von einem Zentimeter passiert das nicht so schnell“, meinte der Sprengstoffexperte, der voll des Lobes über die gute Organisation der Evakuierung war.

800 Menschen mussten im Umkreis von 300 Metern um den Fundort der Bombe evakuiert werden, darunter 80 Bewohner eines Altenheims und einer Einrichtung für betreutes Wohnen. 328 Helfer von Feuerwehr, Polizei, THW, Malteser Hilfsdienst, DRK und DLRG  waren im Einsatz. Rund 50 Anwohner wurden in der nahe gelegen Hellberghalle untergebracht, alle anderen zogen es vor, den Ortskern auf eigene Initiative hin zu verlassen.

Müller-Closset, auch Leiterin des Einsatzstabes, bedankte sich bei allen Einsatzkräften und Anwohnern der betroffenen Bereiche für ihre Unterstützung und für den reibungslosen Ablauf der Evakuierungsmaßnahmen. „Alles ist überplanmäßig gut verlaufen. Es ist gut zu wissen, dass unser kommunales Krisenmanagement mit zentraler Einsatzleitung im Rathaus so gut funktioniert“, meinte die Eppelborner Bürgermeisterin.

Die entschärfte Bombe wird in einem Munitionslager zwischengelagert, bis sie zu einem späteren Zeitpunkt  in einem darauf spezialisierten Unternehmen in der Lüneburger Heide zerlegt wird.

Mehr von Saarbrücker Zeitung