Am Ende steht überall der Tod

Ob die rachsüchtige Haushälterin am Werk ist oder die Eskapaden einer Hausspinne zum bitteren Ende führen: Sicher ist nur, am Ende der neuen Kurzgeschichten des André Noltus wird's tödlich.

Edgar Allan Poe gilt als einer der prägendsten Autoren, wenn es um die Gattung der Kurzgeschichte geht. Genauso wie Poe es sich zur Aufgabe machte, innerhalb weniger Seiten allerlei Düsteres und Unheimliches zu beschreiben, hat sich nun erneut der Neunkircher Autor André Noltus an die Gattung der Kurzgeschichte gewagt. Am Mittwoch hat er seinen Band "Mit tödlichem Ausgang" im Neunkircher Kommunikationszentrum vorgestellt. In der Lesung des aus Holland stammenden Autors kam dabei Skurriles, Ironisches, aber in jedem Fall Tödliches zutage. So konnten die Zuhörer im Zentrum etwa belauschen, wie eine rachsüchtige Hausdienerin einen dicken Pfarrer mit Hilfe von ein paar Bananenschalen außer Gefecht setzt oder die voyeuristischen Eskapaden einer Hausspinne zum Tode eines Liebhabers führen.

Genau diese vielfältige Mischung sorgte beim Publikum für Begeisterung. "Ich hatte versucht, einen Krimi zu schreiben, aber mein Verleger war von dem Ergebnis alles andere als begeistert. Als ich einen Kurs über kreatives Schreiben besucht hatte, schrieb ich dort eine Kurzgeschichte, die mit dem Tod endete." Daraufhin hatte André Noltus die genaue Ausrichtung seines neuen Werkes gefunden, obwohl die Thematik für ihn selbst auch eine neue Erfahrung darstellte: "In all meinen bisherigen Büchern habe ich niemals negative Worte verwendet, das ist auch hier der Fall. Aber alle Geschichten enden tödlich", verriet der pensionierte Lehrer.

Die ungewohnte Ausrichtung von Noltus' neuem Buch kam auch bei Anhängern von Noltus' alten Werken wirklich gut an. "Ich habe vor allem seine Bücher über Neunkirchen sehr gerne gelesen. Aber dieses neue Buch ist etwas Anderes und hört sich spannend an", erklärte Michael Müller aus Wellesweiler, der zusammen mit seiner Frau die Lesung im Neunkircher Kommunikationszentrum besuchte.

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