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Kreistag Neunkirchen fordert den Erhalt des Krankenhauses Ottweiler

Kreistag : Kreistag Neunkirchen fordert den Erhalt des Krankenhauses Ottweiler

In einer einstimmig verabschiedeten Resolution fordert der Kreistag, dass die Marienmhaus GmbH ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Klinik entwickelt.

„Der Krankenhausstandort Ottweiler ist für die Gesundheitsversorgung in unserem Landkreis von großer Bedeutung. Der Kreistag des Landkreises Neunkirchen fordert deswegen die Marienhaus GmbH auf, das Ottweiler Krankenhaus zu erhalten und mit einem tragfähigen Zukunftskonzept, zusammen mit den Mitarbeitern, weiterzuentwickeln.“ Dies ist die Kernaussage einer Resolution, die der Kreistag Neunkirchen in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig verabschiedet hat. Eingebracht hatten diese Resolution die SPD- und die CDU-Fraktion.

Weiter heißt es darin: „Der Kreistag fordert die Landesregierung auf, sich weiter für den Gesundheitsstandort Ottweiler einzusetzen und für die Versorgungssicherheit der Menschen in der Region sorgen.“ So erwarte der Kreistag, dass zeitnah konkrete Gespräche zwischen Gesundheitsministerium und dem Träger geführt werden.

Den Träger kritisieren die Kreispolitiker in der Resolution für seine „intransparente Informationspolitik, die in den letzten Wochen und Monaten insbesondere auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgetragen worden ist“. Es sei schlichtweg inakzeptabel, dass jene, die durch ihren großen Einsatz zum Erfolg des Krankenhauses Ottweiler beitrügen, aus der Presse von der beabsichtigten Schließung hätten erfahren müssen.

Gerüchte gab es schon länger, sagte in der Aussprache im Kreistag Landrat Sören Meng (SPD). Dass aber zum 31. Dezember die Lichter ausgehen sollen, das sei nicht bekannt gewesen. Er habe sich im Gespräch mit dem Träger über dessen Informationspolitik beschwert. Die Marienhaus GmbH habe angekündigt, bis zum 31. März ihre Planung vorzustellen.

Das Ottweiler Krankenhaus sei für die Gesundheitsversorgung im Landkreis wichtig, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Brüßel. Es habe sich mit seinen 365 Mitarbeitern positiv entwickelt und sollte den erfolgreichen Weg weitergehen. Eine Schließung aus rein betriebswirtschaftlicher Optimierung lehne er ab.

Brüßel und auch SPD-Fraktionsvorsitzender Willi Kräuter gingen mit der Informationspolitik des Trägers hart ins Gericht. Kräuter bezeichnete sie als „verheerend“. Das Marienhaus müsse endlich mit dem Personal über die Zukunft reden.

Zustimmung zur Resolution kam auch von den kleineren im Rat vertretenen Parteien, der FDP, den Grünen und der AfD.