| 19:29 Uhr

Viele Fragen rund um städtebauliches Entwicklungskonzept

Die Dirminger Straße in Eppelborn: Für den Ortskern gibt es jetzt ein Entwicklungskonzept. Foto: Maurer
Die Dirminger Straße in Eppelborn: Für den Ortskern gibt es jetzt ein Entwicklungskonzept. Foto: Maurer FOTO: Maurer
Eppelborn. Wie sich der Eppelborner Ortskern entwickeln kann, das was Gegenstand einer Bürgerversammlung im Big Eppel. Das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept ist derzeit in der Offenlegung. Es gab viele Fragen. Carolin Merkel

Rund 50 Zuhörer, darunter zahlreiche Vertreter aus Kommunalpolitik sowie Handel und Gewerbe, aber auch interessierte Eppelborner fanden am Donnerstagabend den Weg in den Big Eppel . Thema der Bürgerversammlung: Vorstellung von Isek (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept). Im Podium informierte Raffaella Del Fa vom Planungsbüro Argus Concept aus Saarbrücken über das Konzept. Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset und Ortsvorsteher Berthold Schmitt beantworteten Fragen der Bürger . Isek ist aktuell in der Offenlegung. Katja von Bünau vom Fachbereich Bauen, Wohnen und Umwelt gab Erläuterungen. Während sich das Geko (Gemeindeentwicklungskonzept) aus dem Jahr 2011 um die Großgemeinde drehte, geht es beim Isek um den Kern von Eppelborn . Dieser wurde von den Mitarbeitern des Planungsbüros festgelegt und untersucht, wie Del Fa erläuterte. Fünf Schwerpunkgebiete wurden festgelegt, für die nun Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden sollen, um in den Genuss von Mitteln der Städtebauförderung zu kommen. Vor allem der Bereich zwischen Big Eppel und Marktplatz, die Bahnhofstraße, aber auch der Güterbahnhof sowie der Kirchplatz und die ehemalige Mädchenberufsschule sind Schwerpunkte mit Handlungsbedarf. Vor der Versammlung am Donnerstag wurde Isek sowohl im Orts- als auch im Gemeinderat intensiv beraten. Nach der Herausnahme der Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches stimmte der Gemeinderat am 15. Juli einstimmig zu.



Nun galt es, die "vorläufige Endversion" den Bürgern nahe zu bringen. Die erste Frage stellte Sebastian Eckert: "Wie lange muss man noch warten, bis sich mit dem Bauernhaus was tut? Die Planung ist ja schön, aber so kann da gar nichts draus werden." Für das Bauernhaus habe die Landesplanung die Sanierung und eine Nutzung als Museum vorgesehen, die EU habe dazu bis zu 90 Prozent Fördermittel versprochen, so Müller-Closset. Doch das Problem, das Eckert ansprach, die Eigentumsverhältnisse von Gebäude und umliegender Fläche, ist wohl jedem in Eppelborn bekannt und sorgte für Diskussionen. Seit 23 Jahren, erklärte Berthold Schmitt, sei er mit den Verhandlungen mit den Eigentümern beschäftigt. Dass nun die Landesplanung eine Nutzung des Bauernhauses als Museums vorsehe, überraschte die Bürger . Alwin Theobald sorgte sich vor allem um die gewünschte Sichtachse zwischen Big Eppel und Marktplatz, Christof Johänntgen drückte es drastischer aus: "Seit Jahrzehnten wachsen aus dem Gebäude Bäume. Ich denke, es ist nicht mal die Abrissbirne wert." Applaus von zahlreichen Bürgern. Keine direkte Antwort erhielt ein Bürger , der den Preis der Fläche wissen wollte.

Müller-Closset versprach, die Gemeinde strebe ein Enteignungsverfahren an, sollten die mündlichen Zusagen nicht eingehalten werden. Schließlich brachte es Kurt Haben, der Isek als "Zukunftsvision statt konkreter Maßnahmen, die ich nicht mehr erleben werde" bezeichnete, die Sprache auf den Versorgungsbereich und die Zukunft des Festplatzes. Schmitt betonte, diese Fragen ließen sich nicht losgelöst von Isek diskutieren.