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Fetzer leitet den Findungsprozess

Dirmingen. Die Fußballerinnen des SV Dirmingen starten mit einer Rückkehrerin im Traineramt und vielen neuen Gesichtern in die neue Regionalliga-Saison. Da ist in erster Linie Geduld gefragt, sagt Claudia Fetzer, deren primäres Ziel der Ligaverbleib ist. David Benedyczuk

Bereits an diesem Sonntag, und damit eine Woche früher als die meisten anderen Teams, starten die Fußballerinnen des SV Dirmingen in die neue Regionalliga-Saison. Bei Aufsteiger FC Bitburg wartet auf Claudia Fetzer ab 14 Uhr die Feuertaufe. Die 38-Jährige ist die Trainer-Nachfolgerin von Marion Zapp - und beim Team aus der Gemeinde Eppelborn wahrlich keine Unbekannte. Fetzer war 2007 als Spielerin und Teil des Trainerteams maßgeblich am Dirminger Aufstieg in die 2. Bundesliga beteiligt, ehe sie die Schwarz-Weißen Anfang 2009 verließ. Danach feierte sie mit der Mannschaft der SSV Saarlouis, die später zur DJK Saarwellingen übersiedelte, große Erfolge, etwa das Double aus Verbandsliga-Titel und Saarlandpokalsieg in der Saison 2011/12.


Die Hoffnung ist groß, dass sich mit ihr in Dirmingen nach einer mit 19 Punkten und Platz neun nicht ganz befriedigenden vergangenen Regionalliga-Saison wieder mehr Erfolg einstellt. Auch beim Hallenmasters und im Saarlandpokal hatte es "nur" zu Rang zwei gereicht. Für die neue Saison gibt es neben Fetzer gleich elf Neuzugänge, wovon jedoch nicht alle für die dritte Liga in Frage kommen. Dem steht mit Anna Röhrig, die sich zum von Fetzer hochgehandelten FC Riegelsberg verabschiedet hat, nur ein echter Abgang gegenüber.

In der Breite sollte Dirmingen daher deutlich zugelegt haben, jetzt kommt es darauf an, sich schnell als Team zu finden. "Ich denke, die Mannschaft hat viel Potenzial. Wir müssen aber erst mal zusammenwachsen - und das wird noch ein längerer Prozess. Von daher muss unser erstes Ziel sein, die Klasse zu halten", sagt Fetzer. Ein wichtiger Schritt liege in einem guten Auftakt, denn: "Jedes positive Ergebnis wird uns in unserem Findungsprozess helfen", weiß Dirmingens Trainerin, die zu Bitburg sagt: "Das ist ein unangenehmer Gegner. Jeder erwartet von uns, dass wir dort punkten, während sie als Aufsteiger befreit aufspielen können."

Gerade in dieser Phase, in der niemand so recht weiß, wo er steht, erscheinen die zurückhaltenden Worte verständlich. Die Eindrücke aus der seit 11. Juli laufenden Vorbereitung stimmen Fetzer aber positiv: "Die Mädels haben super mitgezogen. Klar gab es auch Urlauber, Kranke und Verletzte, aber das ist normal. Wie sich die Spielerinnen versucht haben aufzudrängen, damit bin ich sehr zufrieden." Sie sei "einfach gespannt", wie der erste Härtetest jetzt ablaufen wird. Nach dem Auftakt empfängt Dirmingen am Sonntag, 28. August, zur Heimpremiere um 14 Uhr den TuS Wörrstadt, das erste Saarderby steigt am 25. September beim stark verstärkten 1. FC Riegelsberg.

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Auf einen Blick Neuzugänge des SV Dirmingen : Saskia Bronder, Annika Müller (beide 1. FC Niederkirchen), Carol Cremer (SV Bliesmengen-Bolchen), Katja Hillesheim (SV Wustweiler), Charline Jung, Pia Trede (beide 1. FC Saarbrücken II), Melanie Kimmel, Katharina Schneider (beide DJK Saarwellingen), Evelyne Kirsch (SC Falscheid), Madita Martin (SG Bostalsee), Karina Waletzke (SG Parr Medelsheim). Abgang: Anna Röhrig (1. FC Riegelsberg). bene