Masken-Mann Recktenwald schlägt spät zu

Masken-Mann Recktenwald schlägt spät zu

Die letzten Minuten hatten es in sich. Im Oberliga-Heimspiel gegen den TuS Mechtersheim lagen die Fußballer des FC Hertha Wiesbach am Freitagabend bis zur 89. Minute mit 1:2 hinten. Und am Ende wären sie sogar fast noch als Sieger vom Platz gegangen.

Eine Minute vor Schluss gelang Björn Recktenwald der 2:2-Ausgleich. Der Stürmer, der trotz eines Nasenbeinbruchs mit einer Gesichts-Maske im Kader stand und in der 68. Minute eingewechselt wurde, drosch den Ball unhaltbar aus 16 Metern ins linke Eck.

In der Nachspielzeit legte Valentin Solovej die Kugel im Strafraum für Jan Stutz auf. Der zog aus elf Metern ab, der Ball strich aber haarscharf über den Winkel.

Ein 3:2 für Wiesbach wäre vielleicht auch des Guten zu viel gewesen. Denn über die 90 Minuten betrachtet war das Remis leistungsgerecht. "Als Trainer ärgere ich mich, dass wir spät den Ausgleich bekommen haben. Wenn ich ein neutraler Beobachter gewesen wäre, würde ich die Meinung vertreten, dass das Unentschieden gerecht ist", meinte auch Gästetrainer Manfred Schmitt. Sein Wiesbacher Kollege Heiko Wilhelm lobte den Kampfgeist seiner Elf: "Wir haben nach dem 1:2 nie aufgegeben. Wir wollten den Ausgleich erzwingen, haben immer weiter nach vorne gespielt und sind dafür belohnt worden."

Vor dem späten 2:2 hatten die 250 Besucher im Prowin-Stadion eine kampfbetonte Partie gesehen. Valentin Solovej brachte Wiesbach in der 36. Minute mit einem tollen Seitfallzieher nach Flanke von Engin Yalcin in Führung. Vier Minuten später glich Jens Rehhäußer für Mechtersheim aus. In der 66. Minute gingen die Gäste in Führung. Nach einem Freistoß von Kevin Sigl stimmte die Zuordnung in der Hertha-Abwehr nicht, Florian Hornig schoss ein.

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