Kappensitzung : Um den Nachwuchs ist man nicht bang

Sowohl in der Bütt’ als auch beim Tanz überzeugten auch die Jüngsten von Dat gibt’s nur ämo Habach.

„Ich hoffe, ihr habt Zeit und Brand mitgebracht“ -  so begrüßte Sitzungspräsident Torben Welter die Narrenschar im Habacher Bürgerhaus. Mit 88 Sitzplätzen und einigen Stehplätzen ist der Saal sicherlich keiner der größten im Landkreis, doch das tut der Stimmung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, bereits vor Beginn der ersten von drei Kappensitzungen, die der HKV Dat gibt´s nur ämo in Habach auf die Bühne bringt, war die Stimmung am Samstagabend gleichbleibend gut.

Mit dazu beigetragen haben die zahlreichen Akteure, die mit beeindruckenden Tänzen, spitzen Reden und viel Humor dafür sorgten, dass der Abend überaus unterhaltsam war. „Wir wollen heute Abend die erste Bombe hochgehen lassen, bevor morgen früh in Eppelborn die Bombe entschärft wird“, versprach der Sitzungspräsident, der sich in den Umbaupausen auch als Witzeerzähler entpuppte. Unterstützung erhielt er dabei von Herold Leon Schonk. Der gewährte der Verwaltungschefin Birgit noch ein bisschen Zeit zum Verschnaufen, ehe er am Fastnachtsamstag mobil macht auf das Rathaus „Da werden wir den Schlüssel ganz sicher erobern“, versprach er dem Habacher Narrenvolk.

Bevor das Programm startete, galt es erst einmal, das närrische Volk einzustimmen. Mit Alleh Hopp, einer Rakete und dem berühmten „Ausmarsch bitte“ hatte das Publikum das nötige Rüstzeug, um die Akteure gebührend zu feiern. Eisbrecher in der Bütt war Matze Becker, mit ihm stand ein Eigengewächs auf der Bühne. Ohne einen Hänger berichtete er von seiner Berufsfindung. Doch weder Metzger noch Bäcker, was sein Vater vorgeschlagen hatte, noch Mitarbeiter bei der Gemeinde oder gar Bürgermeister, Ideen seiner Mutter, konnten ihn reizen. Viel lieber wäre er „Kreuzfahrtsteuermann“. Allerdings, das wurde ihm schnell klar, könnte er dann nicht mehr an den Übungen der Habach Wehr teilnehmen. Und so ließ er sich auf ein Praktikum bei der „Oberst Habacher Hundeschul“ ein. Viele Lacher gab es für den jüngsten Nachwuchs in der Bütt. Herold Leon hatte seine Schwester Jolien im Schlepptau. Die beiden gaben als „Quitschi und Quatschi“ tiefe Einblicke in das Familienleben. Gefeiert wurde das närrische Geschwisterpaar bei ihrer Hommage an Habach unter dem Motto „Ich bin ein Dorfkind“. Aber nicht nur Freunde der Büttenreden durften sich auf viele närrische Leckerbissen freuen, auch die Tänzerinnen haben die vergangenen Monate eifrig trainiert und liefen am Samstagabend zur Hochform auf.

Als Eisbrecher auf der Bühne begeisterte die Jugendgarde mit ihrem Showtanz „Mais Mais Baby“. Erst als Maiskolben, später dann als zuckersüßes Popcorn tanzten sich die Jüngsten im Verein blitzschnell in die Herzen des Narrenvolkes und kamen nicht ohne Zugabe von der Bühne. Viel Applaus gab es für die Dancekids, die mit Lichteffekten begeisterten. Schließlich beschloss traditionell die Männergarde den langen, überaus unterhaltsamen Abend. Weitere Sitzungen sind am kommenden Wochenende bei HKV Dat gibt’s nur ämo in Habach.

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