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Kolumne
Wo ist zur Fastnacht der Jugendschutz?

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Ein Leserbrief in der vergangenen Woche sorgt überall im Kreis massiv für Gesprächstoff. Eine Leserin beklagte die „Zustände“ nach dem Nacht­umzug in Besseringen. Der Polizeibericht als Bilanz des Nachtexpresses in Nunkirchen besagt, dass es dort nicht weniger zimperlich zur Sache gegangen sein kann. Allgemein wird darüber geklagt, dass es auch bei den Fastnachtsumzügen am Tage nicht eben zugegangen sein soll wie in der Christmette an Heiligabend. Alkohol und dessen übermäßiger Genuss entwickeln sich von Session zu Session zum treuesten Begleiter der Fastnacht. Mehr und mehr vermeintliche Narren setzen ausgelassenes Feiern mit möglichst großem Rausch gleich. Während es bei Bällen und Kappensitzungen vergleichsweise zahm abgeht, werden nicht wenige Umzüge mehr und mehr zum Exzess mit Freibier und Freischnäpsen, verteilt von fast jeder beteiligten Gruppe.

Besonders bestürzend ist die traurige Tatsache, dass auch Kinder und Jugendliche fast unkontrolliert Zugriff selbst auf harte Drinks haben. Da fragt man sich, wo denn der Jugendschutz bleibt bei der Freiluft-Fastnacht. Hausaufgabe für kommendes Jahr!