Jubiläum: Seit 50 Jahren in Amt und Würden

Jubiläum : Seit 50 Jahren in Amt und Würden

Anton Franziskus feiert in seiner Heimat Wochern goldenes Priesterjubiläum.

Am Sonntag, 18. Februar, 10.30 Uhr, feiert Pfarrer Anton Franziskus in der Pfarrkirche in Tettingen sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Die Jubiläumsmesse wird gestaltet durch den Kirchenchor St. Margaretha aus Besch unter der Leitung von Kantor Frank Kockelmann. Nach der Messe wird die Pfarrgemeinde Tettingen-Butzdorf-Wochern auf dem Dorfplatz gegenüber der Pfarrkirche anlässlich dieses Jubiläums den Ehrenwein reichen, zu dem alle Kirchenbesucher und Gäste recht herzlich eingeladen sind. Genau auf den Tag, am 18. Februar 1968, wurde Anton Franziskus durch Bischof Dr. Bernhard Stein in der Trierer Liebfrauenkirche zum Priester geweiht. Am 3. März 1968 feierte er in seiner Heimatgemeinde Tettingen-Butzdorf-Wochern in der Pfarrkirche in Tettingen seine Primiz.

Am 21. Juli desselben Jahren wurden ebenfalls zwei Männer, die später in der Pfarrei Tettingen-Butzdorf-Wochern seelsorgerisch tätig waren, zum Priester geweiht: Jakob Backes, der 1981 in Sinz durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist, und Leo Mohr, der heute in Orscholz im Ruhestand lebt.

Die Kindheit und Jugendzeit verbrachte Anton Franziskus auf dem elterlichen Bauernhof in Wochern. In Wochern besuchte er die einklassige Volksschule. Sein Abitur legte er 1962 am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier ab. Im Sommersemester 1962 belegte Franziskus die Fächer Germanistik und Geschichte an der Uni in Mainz. Am Tag der Konzilseröffnung 1962 trat Anton Franziskus in das Priesterseminar in Trier ein und studierte über fünf Semester Philosophie, Kirchengeschichte, Einleitung und Exegese zum Alten und Neuen Testament. In den so genannten Freisemestern studierte er 1965/66 an der Ludwig-Maximilian-Universität in München.

Den Abschluss seiner Studien machte er im Sommersemester 1968 mit dem Lizentiat der Theologie. Nach der Priesterweihe trat Anton Franziskus seine erste Kaplanstelle in Wadgassen an. Anschließend war er ab 1971 als Kaplan in Saarlouis-Roden tätig. Schwerpunkt seiner Kaplans-Tätigkeiten war die Jugendseelsorge. 1973 wurde ihm seine erste Pfarrer-Stelle in der Pfarrei St. Katharina in Wallerfangen übertragen. Auf eigenen Wunsch übernahm Toni Franziskus 1988 die Pfarrgemeinden Allerheiligen Sulzbach und St. Hildegard Neuweiler, wo er bis 1999 wirkte.

Am ersten Adventssonntag 1999 übernahm er bis zu seiner Pensionierung 2011 die Basilika­pfarrei in St. Wendel und die Pfarrgemeinde Urweiler. In seiner Wahlheimat Saarbrücken hilft der Ruheständler in verschiedenen Pfarreien bei der Eucharistiefeier aus.

Stolz blickt er zurück auf viele Menschen, die ihn in seinen Pfarreien wohlwollend begleitet haben, und auf eine Arbeit, für die Gott ihm viel Mut und Kraft und wohl auch Erfolg geschenkt hat – obwohl er in diesen 50 Jahren seines Priesterwirkens nicht alle Wünsche erfüllen konnte, trotz der ständigen Wochenarbeitszeit von über 60 Stunden. Er denkt an sein Elternhaus in Wochern und seine Familie und an viele Freunde, mit denen er sich immer wieder austauschen konnte.

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