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DRK lädt zur Blutspende in die Hochwald-Halle in Weiskrchen ein

So läuft’s in Weiskirchen : Blutspenden in Zeiten der Pandemie

Das Deutsche Rote Kreuz in Weiskirchen-Konfeld blickt auf die Erfahrungen nach fast einem Jahr mit Corona. Am Freitag steht wieder ein Termin an.

Mund- und Nasenschutz tragen, Abstand halten, Fieber messen, Hände desinfizieren, keine Ehrungen und auch kein kleiner Imbiss zum Abschluss: „Mit all diesen Sachen mussten wir uns im vergangenen Jahr bei unseren vier Blutspendenterminen in der Hochwaldhalle befassen und dafür Sorge tragen, dass alles reibungslos funktioniert“, blickt Marita Heinz, die Vorsitzende des Ortsvereins Weiskirchen-Konfeld des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), auf die Vereinsarbeit im ersten Corona-Jahr zurück. Vier Termine hatten die Rotkreuzler aus der Kurgemeinde der Bevölkerung angeboten.

Völlig überrascht wurden sie gleich beim ersten Termin im März des vergangenen Jahres. Denn dieser war nur wenige Tage nach dem ersten Lockdown angesetzt und wurde erstmals unter Beachtung der Verhaltensweisen durchgeführt. „Da war viel Hektik angesagt, aber wir haben es letztendlich gut bewältigt“, erinnert die Vorsitzende. „Erfreulich, denn trotz Corona sind mehr Spenderinnen und Spender zu uns gekommen als zuvor“, erzählt Heinz weiter. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 680, davon auch etliche Erstspender, im Schnitt also 170 pro Termin.

Einer der Blutspender war Günter Schmitt aus Thailen. Schmitt hatte im vergangenen Jahr seine 100. Blutspende getätigt. Die offizielle Ehrung, wie sie der DRK-Ortsverband alljährlich organisiert, fiel der Pandemie zum Opfer. Seine Ehrennadel und Ehrenurkunde hat er per Post erhalten. „Seit Mitte der 1980er Jahre gehe ich zum Blutspenden. Ich wollte meine Blutgruppe wissen“, erzählt der 62-Jährige, der als Gärtner im Bauhof der Kurgemeinde arbeitet. Mit Blutgruppe Null gehört er zur Riege der Universalspender. „Da es keine große Prozedur war, bin ich nahezu regelmäßig dabei geblieben, schließlich könne man ja mal selbst in die Lage kommen, in der man fremdes Blut braucht“, nennt er den Grund für seine guten Taten nicht nur weil es auch eine Gesundheitsvorsorge ist, sondern auch zum Wohl der Mitmenschen.

An diesem Freitag, 26. Februar, steht nun wieder ein Blutspende-Termin an. Das DRK appelliert an seine Kundschaft, nicht aus Angst vor einer möglichen Ansteckung auf das Spenden zu verzichten. „Durch eine Blutspende kann das Virus nicht übertragen werden“, betont Heinz und weist darauf hin, dass die Mitglieder der örtlichen Rotkreuzvereine sich das ganze Jahr über in den Dienst am Mitmenschen stellen, egal welche Probleme gerade vorherrschen. Gleichzeitig versichert sie, dass besondere hygienische Vorsichtsmaßnahmen peinlichst genau vorbereitet werden, so dass sich die möglichen Lebensretter in guten Händen befinden werden.

Mitzubringen sind gültiger Personalausweis und Blutspendenausweis. Zudem ist das Fiebermessen beim Betreten der Halle, in der auch aufgrund der Pandemie die Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden, obligatorisch. Auch ist das Tragen einer Maske Pflicht. „Zur besseren Verträglichkeit der Spende sollte man über den Tag verteilt zwei Liter Flüssigkeit getrunken haben“, sagt die Vorsitzende.

Darüber hinaus werden die Spender gebeten, im Vorfeld eine Spendenzeit über die DRK-Blutspende-App oder auch telefonisch zu vereinbaren. Durch die Terminvereinbarung werden die Abläufe beim Spendentermin verbessert und es entstehen keine unnötigen Wartezeiten. „Es gibt aber immer noch Reservezeiten für Spontan-Spender, denn auch ohne Termin ist jeder Spender herzlich willkommen“, lässt Heinz wissen. Statt der sonst üblichen Bewirtung vor Ort gibt es ein Lunchpaket.

Die Blutspende in der Hochwald-Halle in Weiskirchen am Freitag, 26. Februar, läuft von 15.30 Uhr bis 20 Uhr. Termine können unter Tel. (08 00) 1 19 49 11, über die Blutspender-App und über das Internet vereinbart werden.

www.blutspendedienst-west.de