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Waderner Kreisbeamte spüren Waffenlager auf

Waderner Kreisbeamte spüren Waffenlager auf

Drei Tonnen Munition, 350 Kurz- und Langwaffen sowie Waffenteile haben Beamte des Kreises Merzig-Wadern bei einem Waffenhändler in Wadern sichergestellt. Es bestehe der Verdacht, dass der Betrieb gegen das Waffengesetz verstoßen habe.

Den gesamten Bestand an Waffen und Munition hat die Kreisordnungsbehörde des Landkreises Merzig-Wadern am Freitag bei einem Waffenhändler in einem Stadtteil von Wadern sichergestellt. Mit Unterstützung von Polizei , Feuerwehr und Rotem Kreuz haben Mitarbeiter des Landratsamtes insgesamt 50 Kurzwaffen, 300 Langwaffen, 500 Waffenteile (zum Beispiel Gewehrläufe) und drei Tonnen Munition aus den Geschäftsräumen des Händlers abgeholt und an einem sicheren Ort gelagert. Hintergrund der Aktion nach Auskunft des Landkreises Merzig-Wadern: Es bestehe der Verdacht, dass es Verstöße gegen das Waffengesetz sowie das Kriegswaffenkontrollgesetz gebe.

Bei einer Kontrolle seitens der Kreisordnungsbehörde am Vortag in dem Betrieb seien "Unregelmäßigkeiten" festgestellt worden, teilte ein Sprecher des Kreises der SZ mit. Daraufhin habe die Behörde ein sofortiges Waffenhandels- und Waffenherstellungs-Verbot ausgesprochen - der betroffene Händler ist auch Büchsenmacher. Nach Rücksprache mit Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (CDU ) habe diese angeordnet, alle Waffen umgehend sicherzustellen, erklärte der Kreis-Sprecher. Dies erfolgte am Freitagnachmittag. 17 Mitarbeiter des Landratsamtes, die von zwölf Polizisten begleitet wurden, überprüften bis in den Abend die Geschäftsräume des Betriebes und beschlagnahmten alle erlaubnispflichtigen Waffen, Waffenteile und Munition . Die Behörde will jetzt überprüfen, ob sich darunter Dinge befinden, die der Betrieb nicht hätte führen dürfen. Diese Überprüfung kann nach Auskunft des Landkreises mehrere Monate in Anspruch nehmen.