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Närrischer Thronadel unter sich

Närrischer Thronadel unter sich

34 Prinzenpaare aus dem ganzen Land traten beim Prinzenfrühstück zum närrischen Wettstreit an. Prinz Christian-Silvester I. und Prinzessin Karen Elisabeth I. von den Rot-Weißen-Funken Saarwellingen holten sich den Sieg.

Es war ganz schön spannend, bis am Sonntag der närrische Thronadel beim 31. Prinzenfrühstück des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) in der Hochwaldstadt gekürt war. Letztlich setzten sich mit deutlichem Vorsprung Prinz Christian-Silvester I. und Prinzessin Karen Elisabeth I. vom Karnevalsverein Rot-Weiße-Funken Saarwellingen in der Waderner Herbert-Klein-Halle die Krone des Prinzenpaares des Jahres 2017 auf.

Auf nach Berlin zur Kanzlerin

Ihre Vorgänger, Prinz Stephan I. und Prinzessin Conny I. von der Karnevalsgesellschaft Nonnweiler, überreichten den riesigen Pokal. Weiterer Lohn der Mühen ist eine Reise nach Berlin, wo das Prinzenpaar von Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen wird. Entsprechend groß war der Jubel der Abordnung der Saarwellinger Funken.

Die nächsten Plätze belegten Benjamin I. und Alexandra I. vom CVL Lebach, Sascha I. und Stephanie I. von der HKG Heusweiler sowie Matthias I. und Manuela I. von den Warndtkatern Dorf im Warndt. Einen Achtungserfolg erreichte des Prinzenpaar Frank I. und Sabine II. vom KV "Grün-Weiß-Rot" Weiskirchen. "Platz 6 war unser Ziel, dazu wollten wir unseren Verein gut präsentieren und vor allem viel Spaß haben", zeigte sich der Thronadel aus der Kurgemeinde ganz zufrieden.

Dicht auf ihren Fersen waren Prinz Thomas III. und Prinzessin Vera I. vom KV "Mir gän os net" Niederlosheim auf dem sechsten Platz. "Mit einem nicht unbedingt karnevalistischen Outfit hatten wir uns eigentlich gar keine Chancen ausgerechnet, umso überraschter sind wir jetzt", waren die beiden erfreut über ihr Abschneiden. Weitere neun Prinzenpaare aus dem Grünen Landkreis waren am Sonntag ebenfalls mit von der Partie. Mit rund 500 Besuchern war die Herbert-Klein-Halle proppenvoll bei dem närrischen Traditions-Wettstreit. Aus dem gesamten Land traten insgesamt 34 Prinzenpaare gegeneinander an. Neben einem schriftlichen Quiz mit elf Fragen aus den Bereichen Fastnacht, Kultur und Allgemeinwissen, mussten die Tollitäten in einem 60 Sekunden dauernden Vortrag in Reimform erklären, was die Besonderheiten der Faasend an der Saar sind. Von einer Saaljury wurde die Umsetzung des vorbereiteten Textes bewertet, dazu das Outfit sowie das Zusammenwirken des Prinzenpaares.

Mitten drin war Stadt-Beigeordneter Jürgen Kreuder: "Erstmals war ich ganz dicht am Geschehen dabei, das mir viel Spaß bereitet hat. Aber auch ein hohes Maß an Konzentration war erforderlich, um möglichst gerecht beurteilen zu können", sagte Kreuder. Zusätzlich kamen die Stimmen der anwesenden Karnevalsvereine, die vor Ort anwesend waren, auch wenn sie kein Prinzenpaar im Wettstreit hatten, in die Wertung. Sie hatten die Möglichkeit, drei Prinzenpaaren ihrer Wahl die Plätze eins bis drei zuzuerkennen. Und die waren letztendlich ganz entscheidend für den Sieg.

, Spannend war es bis zum Schluss, als die einzelnen Zwischenwertungen an der großen Videotafel eingespielt wurden.

Den Titel konnte aber nur ein Prinzenpaar für sich verbuchen, wenngleich VSK-Präsident Hans-Werner Strauß bei der stimmungsvollen Siegerehrung betonte, dass alle Prinzenpaare auf der Bühne hervorragend ausgesehen und sich toll verkauft und somit alle gewonnen hätten. "Meine tiefe Verbeugung und mein Dank an alle Prinzenpaare für einen fairen Wettstreit, bei dem die Jury richtig bewertet hat", betonte Strauß. Sein Dank galt aber auch der KG 1897 Wadern für die reibungslose und ordentliche Ausrichtung des Prinzenfrühstücks. "Wir hatten rund 70 Mitglieder im Einsatz. Alles hat geklappt wie am Schnürchen", zeigte sich KG-Vorsitzender Stephan Regert am Ende der Veranstaltung erleichtert.

Bernd Mühlen vom VSK führte durch ein unterhaltsames und tolles Unterhaltungsprogramm, bei dem die Grün-Weiße-Pänz der KG Humor Merzig (Saarlandmeister) einen schmissigen Gardetanz darboten. Die Faasend-Rebellen aus Saaarlouis Steinrausch zeigten den Schautanz "Wo liegt das Glück?", und die Junioren von Wakaba Wadern führten den Schautanz "Sonne und Regen" vor. Tanzmariechen Emily Diener (Faasend Rebellen) glänzte mit ihrem Solotanz.