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Grundschüler singen ihren Klassenrap

Markus Trennheuser alias Rapper Drehmoment übte mit den Viertklässlern Sprechgesang — und die Jungen und Mädchen hatten offenbar jede Menge Spaß dabei, ihren eigenen Song zu texten und zu rappen.
Markus Trennheuser alias Rapper Drehmoment übte mit den Viertklässlern Sprechgesang — und die Jungen und Mädchen hatten offenbar jede Menge Spaß dabei, ihren eigenen Song zu texten und zu rappen. FOTO: Gertrud Mark
Wadrill/Steinberg. Der Rapper Drehmoment, alias Markus Trennheuser, besuchte die Grundschule Wadrill/Steinberg für einen Workshop. Jede Klasse textete ihren Song.

Schulunterricht mal anders: Nicht Lesen, Rechnen oder Sport stand auf dem Stundenplan der Viertklässler der Grundschule Wadrill/Steinberg, sondern ein Workshop mit dem Rapper Drehmoment alias Markus Trennhäuser. Er brachte ein Stück lebendige Popkultur in die Schule – ganz im Sinne der neuen Initiative „Pop goes Grundschule“. Sie ist vom PopRat Saarland und dem Saarländischen Rockmusikerverband ins Leben gerufen worden. Eingeladen wurde der Rapper von Lehrerin Gertrud Mark.


„Wir hatten viel Spaß. Es war cool und lustig“, sagten die Nachwuchs-Rapper Leonie, Madleine und Louisa unisono über den kurzweiligen Unterricht. Drehmoment, gebürtiger Saarlouiser, der mit Stars gearbeitet und eigene CDs produziert hat, berichtete: „Der Rap ist neben Breakdance und Graffiti eine Ausdrucksform der Hip Hop-Kultur“, er startete mit den Jungen und Mädchen einen kurzen Ausflug in die Geschichte dieses Musikstils. Mit dessen Hilfe lassen sich Schüler in ihrer Sprachentwicklung fördern. „Wir fanden es schön, wie Markus uns erklärt hat, wie Hip Hop entstanden ist“, sagte Leonie, stellvertretend für ihre Mitschüler. Nach der theoretischen Einführung ging es in die Praxis. Themen für ihren gemeinsamen Klassenrap wurden ausgesucht. Die 4a entschied sich für „Weltraum“, die 4b für „Internet“, die 4c für „Angeber“.

Markus Trennheuser hatte sein Aufnahme-Studio dabei und stellte den Kindern Beats vor, improvisierte einige Verse zum gewählten Thema. Nachdem der passende Beat gefunden war, ging es ans Schreiben. Die Aufgabe für die Schüler: mindestens vier Zeilen reimen und zu Papier bringen. Drehmoment stand beratend zur Seite, gab Tipps.



Der Probe folgten die Aufnahmen. Die Jungs und Mädchen rappten ihre Verse ins Mikrofon. Zum Schluss wurde ein gemeinsamer Refrain aufgenommen – der erste selbstgeschriebene Klassenrap war im Kasten.

Der Rap der Klasse 4 a zum Thema Weltraum: „Es gibt keine Grenzen, wir heben ab. Kommt mit uns mit! Was geht‘n ab? Wir heben ab jeden Tag. Damit ihr was zu erleben habt“. Die Raps schneidet Trennheuser und sendet sie zeitnah den Klassen zu. So kann jeder Schüler seinen Song als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Fazit von Joshua: „Ich fand den Markus sehr sympathisch. Er hat das gut gemacht mit dem Rappen“!

(eb)