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Mit Hip Hop will er Magie erzeugen

Mit Hip Hop will er Magie erzeugen

Markus Trennheuser macht unter dem Namen Drehmoment seit Jahren Musik. Am Sonntag nimmt der Rapper am New Music Award in Berlin teil, es geht um 10 000 Euro. Kurz darauf erscheint sein neues Album.

Die Hip-Hop-Kultur beschäftigt Markus Trennheuser schon sein halbes Leben lang. "Ich bin schon mit 15 oder 16 darauf gestoßen", erzählt der mittlerweile 31-Jährige, "die Extrovertiertheit der Kultur und die ganze Art und Weise haben mich fasziniert".

Trennheuser wurde in Freiburg geboren, ist aber in Saarlouis aufgewachsen und auch dort zur Schule gegangen. Noch während seiner Schulzeit am Gymnasium am Stadtgarten hat er begonnen, selbst Musik zu machen. "Mit 16 habe ich mit Freestyle, also Rap-Improvisationen, angefangen", erzählt er, "es hat Spaß gemacht, sich auszuprobieren. Ich habe dann auch schnell erste Texte geschrieben."

Bereits kurz darauf entstand auch der Name, unter dem er heute unterwegs ist: Drehmoment. "Das ist ein Begriff aus der Physik: Länge mal Kraft", erklärt Trennheuser, "wenn eine Textzeile Kraft hat, löst sie etwas aus. Es zählt nicht nur die Länge".

Dass Trennheuser mit seiner Musik etwas auslöst, kann er am Sonntag beweisen. Dann tritt er in Berlin beim New Music Award auf. "Der Hauptpreis ist Ausstattung für 10 000 Euro", sagt er, "aber es geht weniger um das Preisgeld, sondern darum, die Masse und auch die Musikindustrie anzusprechen".

Und Trennheuser möchte die Masse ansprechen. "Ich mache mir sehr viele philosophische Gedanken über das Sein an sich und wo es hingehen soll", beschreibt er seine Texte, "sie sind oft eine Mischung aus Traurigkeit und Euphorie - da entsteht Magie ". Beim neuen Album "Pffh", das am 19. September erscheint, wird alles jedoch "progressiver". Entstanden ist das Album größtenteils in Ensdorf, ein Lied hat er jedoch gemeinsam mit dem Reggae-Musiker Gentleman in dessen privatem Studio aufgenommen: "Das war der größte Moment meiner Künstlerlaufbahn - ich habe da gemerkt: Anscheinend bin ich doch gut."

Ein Leben als Berufsmusiker kann sich der studierte Kulturwissenschaftler nicht vorstellen: "Das ist zu träumerisch." Aber weiter geht es auf jeden Fall, sagt Markus Trennheuser: "Wir wollen noch ein bisschen was machen."