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Treue zum Chprgesang
Die gemeinsame Freude am Chorgesang

Die „Neugründungsmitglieder“ mit ihren Urkunden zur 30-jährigen Chormitgliedschaft.
Die „Neugründungsmitglieder“ mit ihren Urkunden zur 30-jährigen Chormitgliedschaft. FOTO: Kurt Petry
Besch. Seit 30 Jahren wird im Kirchenchor Besch zusammen gesungen. Für langjährige Mitglieder gab es jetzt ein besonderes Dankeschön.

Wegen Erkrankung des Chorleiters konnte der Tag nicht wie geplant mit der gesanglichen Gestaltung der Sonntagsmesse beginnen. Die Mitglieder des Chores trafen sich dennoch in der Pfarrkirche, um in der Messe aller lebenden und verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Nach der Messe traf man sich dann im Probenraum, um einige gemütliche Stunden mit  Rückblick auf 2017 und Ausblick auf 2018 in gemeinsamer Runde zu verbringen. Vorsitzender Hans Faschinowsky nahm dies zum Anlass, einige langjährige Chormitglieder zu ehren und ihnen Dank und Anerkennung auszusprechen. Vor 30 Jahren, genauer gesagt im März 1987, gründeten unter anderem folgende 15 heute noch lebenden und aktiven Mitglieder den Kirchenchor „St. Margaretha“ in Besch wieder neu. Deshalb wurden sie nun vom Präses des Chores, Pfarrer Uwe Janssen, mit einer Urkunde zur 30-jährigen Chormitgliedschaft ausgezeichnet: Hans und Waltraud Faschinowsky, Marga Koch, Edeltraud Felten, Franz-Rudolf Bücher, Margarethe Wallerius, Marianne Beinig, Walburga Hauser, Agnes Reinhardt, Ruth Schumacher, Gertrud Kesten, Renate Boesen, Renate Weber, Beate Neu und Egon Kremer.



Für 25-jährige Chormitgliedschaft erhielten Urkunden Hildegard Brittnacher, Klaus Koch, Uschi Reinardt und Christa Gehres. Janet Tutzauer und Manfred Brittnacher gehören dem Chor 20 Jahre an, und ihre zehnjähriges Chorzugehörigkeit feierten Karin Thiel, Judith Pignon, Mady Carvallio und Marcel Greff. Frank Kockelmann leitet seit zehn Jahren den Kirchenchor in Besch als Dirigent. Die Ursprünge des kirchenmusikalischen Geschehens in Besch reichen bis ins Jahr 1830 zurück, als es in Besch schon eine Männerschola gab. Im Jahre 1886 wurde dann unter Pastor Nikolaus Faust der erste Bescher Kirchenchor „Cäcilia“ gegründet.

Um diese Zeit sangen in den Kirchenchören nur Männer, denn die kirchliche Auffassung war, dass die Sänger einen Kleriker-Dienst leisteten, und daher war es zu jener Zeit undenkbar, dass Mädchen und Frauen sich daran beteiligen durften.

Erst nach dem ersten Weltkrieg änderte sich die Situation. Weil plötzlich Männer fehlten, wurden auch Mädchen und Frauen in die Laienchöre aufgenommen. So war es auch in Besch. Im Jahre 1925 gab es dann zum ersten Male einen „gemischten Bescher Kirchenchor“ unter der damaligen Leitung von Volksschullehrer Dingels.

Wegen Dirigentenmangels und zurückgehender Mitgliederzahlen löste sich der Kirchenchor „Cäcilia“ Besch 1969 auf. Die ersten zaghaften Versuche zur Neugründung datierten auf das Jahr 1985, doch erst im März 1987 wurde unter Pastor Leo Schanen und dem damaligen Ortsvorsteher Günter Linster ein neuer gemischter Chor unter dem Namen „Kirchenchor St. Margaretha Besch“ mit 45 aktiven Sängerinnen und Sänger gegründet. Die aktive Mitgliederzahl hat sich bis heute um die Hälfte verringert.