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Wenn aus Fotografien Kunstwerke werden

Verleihung des Monika-von-Boch-Preises im Museum Schloss Fellenberg: (von links) Walter Adolf Schmidt, Ingrid Jakobs, Melanie Schmidt, Wendelin von Boch-Galhau, Dr. Roland Augustin und Daniela Schlegel-Friedrich. Foto: Rolf Ruppenthal
Verleihung des Monika-von-Boch-Preises im Museum Schloss Fellenberg: (von links) Walter Adolf Schmidt, Ingrid Jakobs, Melanie Schmidt, Wendelin von Boch-Galhau, Dr. Roland Augustin und Daniela Schlegel-Friedrich. Foto: Rolf Ruppenthal FOTO: Rolf Ruppenthal
Merzig. Der Monika-von-Boch-Preis für Fotografie geht in diesem Jahr an Walter Adolf Schmidt und – posthum – an Joachim Lischke, beides Zeitgenossen von Monika von Boch. Im Museum Schloss Fellenberg wurde der Preis verliehen (die SZ berichtete bereits). Rolf Ruppenthal

Monika von Boch wäre am 31. März 100 Jahre alt geworden. So hatte die diesjährige Preisverleihung eine ganz besondere Bedeutung. Die beiden Preisträger sind zeitweise gemeinsam mit ihr durch die Schule von Otto Steinert gegangen. Um das hervorragende fotografische Werk der Mettlacher Fotografin weiterhin in Erinnerung zu halten, verleiht das Museum Schloss Fellenberg alle zwei Jahre den Monika-von-Boch-Preis für Fotografie an künstlerisch arbeitende Fotografen aus der Großregion. Mit diesem Preis soll auch an die internationale Bewegung innerhalb der Fotografie , die in den 50er Jahren von Saarbrücken und von Otto Steinert ausging, erinnert werden.

Wendelin von Boch-Galhau, der Vorsitzender des Aufsichtsrats der Villeroy & Boch AG, ließ in einem kurzen Grußwort das Leben seiner Tante "Moni" Revue passieren. Er nannte sie eine der bedeutendsten deutschen Fotografinnen und hob ihre künstlerischen und menschlichen Fähigkeiten hervor.

Er betonte, dass sie bereits vor langer Zeit ein Auge auf Natur und Umweltschutz gelegt habe, lange bevor Organisationen unserer Tage sich mit diesem Thema befasst haben. Diese Aufmerksamkeit habe sich auch in ihrem Werk niedergeschlagen, so Wendelin von Boch.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich erinnerte daran, dass der Monika-von-Boch-Preis für Fotografie seit 2003 im Abstand von zwei Jahren verliehen wird. Sie sagte, dass die diesjährige siebte Verleihung wegen des 100. Geburtstages von Monika von Boch etwas Besonderes sei. Aus diesem Anlass habe man in diesem Jahr auch zwei Preisträger ausgewählt, beides Zeitgenossen von Monika von Boch.

Lehre bei Otto Steinert



Dr. Roland Augustin von der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz stellte Leben und Werdegang der beiden Preisträger näher vor. Der Preis an Joachim Lischke, Jahrgang 1923, wurde posthum verliehen. Er ist im November vergangenen Jahres verstorben, hat aber noch die Fotografien , die von ihm nun im Museum zu sehen sind, selbst zusammengestellt. Was Lischke und Walter Adolf Schmidt mit Monika von Boch unter anderem verband, war der gemeinsame "Lehrer" Otto Steinert. Der geniale und kreative Direktor der Staatlichen Saarländischen Schule für Kunst und Handwerk forderte und förderte - neben vielen anderen - die Fotografen von Boch, Lischke, Schmidt.

Die Ausstellung ist bis zum 8. März im Museum Schloss Fellenberg zu sehen.

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