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Fußball
Dank Portz-Rückkehr positiv in die Pause?

Endlich zurück auf dem Platz: Spielertrainer Nico Portz möchte die SG Wahlen-Niederlosheim am Sonntag zu einem Sieg im letzten Spiel des Jahres führen.
Endlich zurück auf dem Platz: Spielertrainer Nico Portz möchte die SG Wahlen-Niederlosheim am Sonntag zu einem Sieg im letzten Spiel des Jahres führen. FOTO: Barth
Niederlosheim. Die Leidensgeschichte von Spielertrainer Nico Portz in dieser Saison war lang. Über weite Strecken der Saison fehlte er seiner Mannschaft – und das an allen Ecken und Kanten. Nun ist er zurück. Und hofft auf einen Sieg gegen Riegelsberg. Von David Benedyczuk

Nico Portz, der Spielertrainer von Fußball-Verbandsligist SV Wahlen-Niederlosheim, war zuletzt wahrlich gebeutelt. Erst ein Unfall in den eigenen vier Wänden kurz vor Saisonstart, bei dem der 27-Jährige einen Mittelhandbruch erlitt. Danach Komplikationen bei der Heilung und eine nötige Operation, der eine weitere folgte, um die eingesetzten Metallplatten zu entfernen. „Danach stand viel Reha und Krankengymnastik an. Die letzten zwei Wochen habe ich aber gut trainiert“, sagt Portz, der seiner Mannschaft an diesem Sonntag (14.30 Uhr) zu Hause gegen den 1. FC Riegelsberg unbedingt noch mal helfen möchte – sofern das Kellerduell des 14. gegen den 13. nach dem Wintereinbruch auf dem Hartplatz in Niederlosheim überhaupt stattfindet.


„Das ist ein ganz wichtiges Spiel gegen einen direkten Rivalen. Da gilt es, im letzten Auftritt vor der Winterpause auch für den Kopf noch was Positives mitzunehmen“, weiß Portz, dessen Elf mit 14 Punkten zwei Zähler hinter Riegelsberg auf Rang zwölf liegt.

Der Ausfall des Spielertrainers über weite Strecken der Runde ist ein wichtiger Grund für die mäßige Bilanz des SV Wahlen-Niederlosheim. Portz ist der unumstrittene Kopf der Mannschaft, in der letzten Rückrunde schoss er Wahlen-Niederlosheim mit 14 Toren in 13 Partien auf den starken zehnten Platz – das Thema Abstieg war so schon früh ad acta gelegt. Diese Saison konnte er nur drei Spiele ganz bestreiten – und das Team den Ausfall nicht kompensieren: „Wir haben unsere Torchancen, aber keinen Knipser“, nennt Portz ein Hauptproblem.

Seit Sommer hat der SVW mit Alexander Schmitt (vom SV Mettlach) zwar einen zweiten Spielertrainer, für den die Situation nach Portz‘ Ausfall aber nicht leicht war – ebenso wenig wie für die Spieler: „Wir haben viele junge Spieler, die vor allem über den Kampf und den Zusammenhalt kommen. Bei einigen war zu merken, dass sie mit meinem Fehlen nicht zurechtkamen“, sagt Portz. Mit ihm soll gegen Riegelsberg nun zumindest ein guter Abschluss her: „Ich hoffe, dass wir jetzt in diesem wichtigen Moment wieder die richtige Mentalität zeigen. Etwas, was uns in der Vergangenheit oftmals ausgezeichnet hat“, sagt der gebeutelte Spielertrainer.