Ehrung der Beckinger Feuerwehr-Jubilare: Um die Wehr verdient gemacht

Ehrung der Beckinger Feuerwehr-Jubilare : Um die Wehr verdient gemacht

Vor Jahren haben sie sich für ein Engagement in der Feuerwehr entschieden – und sind den Einsatzkräften treu geblieben.

„Die Gemeinde Beckingen in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Inneres und Sport und der Kreisfeuerwehrverband Merzig-Wadern ehren heute Feuerwehrmänner, die vor langer Zeit in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten sind, um sich zum Wohle der Bürger einzusetzen. Sie haben sich vor vielen Jahren dazu entschlossen, in die Freiwillige Feuerwehr einzutreten, seitdem hierfür viel Freizeit geopfert und ihre Treue zur Wehr bewahrt“, erklärte Bürgermeister Thomas Collmann zu Beginn der Jubilarfeier am Dienstagabend im festlich dekorierten Sitzungssaal des Rathauses. Für die passende Umrahmung sorgte das Duo Florian Schwarz (Klavier) und Lea Reiland (Gesang).

Der Bürgermeister hieß neben den zu ehrenden Wehrleuten und deren Partnerinnen als Gäste, besonders Landesbrandinspekteur (LBI) Timo Meyer, Kreisbrandinspekteur (KBI) Siegbert Bauer, Wehrführer (WF) Martin Schneider, Ehrenwehrführer Herbert Emmel, den stellvertretenden Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Raimund Hassler, Löschbezirksführer sowie die Spitzen der Gemeinderatsfraktionen, willkommen.

„Das Beschäftigungsfeld der Wehrleute ist sehr weit reichend und nimmt für Einsätze, Übungen, Lehrgänge oder sonstige dienstliche Tätigkeiten viel Zeit in Anspruch. Ich bin mir nicht sicher, ob der große Teil der Allgemeinheit weiß, was die Wehrleute für deren Wohl auf sich nehmen. Das ist nur zu stemmen, wenn die Familien, denen ich dafür danke, hinter ihnen stehen“, unterstrich Collmann.

Seit dem Eintritt der Jubilare in die Feuerwehr hätten diese viele Neuerungen bei Geräten, Fahrzeugen und Gerätehäusern erlebt, also Aufwärtsentwicklungen mitgemacht und mitgetragen. Bei aller Technik stehe jedoch der Mensch im Mittelpunkt.

Der Verwaltungschef wies dabei auf den schweren Verkehrsunfall mit drei Toten (darunter auch die Ehefrau eines Feuerwehrmannes) in der vorigen Woche hin, bei dem er sich vor Ort Bild der Lage gemacht habe. „Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen mitzuteilen, dass die Feuerwehrkräfte mit großer Disziplin und der erforderlichen Professionalität diesen Einsatz bewältigt haben. Dafür meinen Dank“; betonte Collmann.

Er ging dann auf die Pflicht der Gemeinde für einen ordnungsgemäßen Brandschutz, das Engagement der Feuerwehr im Jugendbereich und im örtlichen Gemeinschaftsleben ein. Aus der Jugendfeuerwehr seien fast alle heutigen Jubilare hervorgegangen, hielt er fest und unterstrich damit die Bedeutung der aktiven Nachwuchsförderung in den Löschbezirken. „Wir brauchen solche engagierten Bürger“, unterstrich er und sprach den Dank aus.

Dankesworte kamen auch von LBI Meyer, der befand: „Die Alarm- und Ausrückordnung ist so gut wie die Feuerwehr, die dahinter steht.“ KBI Bauer übermittelte die Grüße der Landrätin und wies darauf hin, dass sich seit dem Eintritt der Jubilare in die Wehr vieles geändert habe. So kostete die persönliche Schutzausrüstung einst 70 Euro und heute sind es 500 Euro. „Herzlichen Dank, dass Ihr so lange durchgehalten habt und auch noch weiter mitmacht“, sagte Bauer.

WF Schneider sprach den Jubilaren, zu denen er selbst gehörte, ebenfalls seinen Dank aus und unterstrich: „Die Freiwillige Feuerwehr ist keine Bürgerinitiative, die nur für oder gegen etwas ist, sondern Feuerwehrdienst ist die wohl älteste und effektivste Selbsthilfeeinrichtung der Bürgerschaft, denn hier wird nicht nur gefordert, sondern angepackt, geholfen und gerettet.

Ehrung des Feuerwehrverbandes von Jubilaren für 50jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Auf dem Foto  (von rechts) Bürgermeister Thomas Collmann, der stellvertretende KFV-Vorsitzende Raimund Hassler, die Jubilare Erwin Kastler und Heinz Söther, LBI Timo Meyer, Wehrführer Martin Schneider und KBI Siegbert Bauer. Foto: Norbert Becker

Für 25 Jahre Feuerwehrdienst erhielten die Jubilare Urkunden, bronzene Feuerwehrehrenzeichen und Armbanduhren, für 35 Jahre Urkunden, Feuerwehrehrenzeichen in Silber und aus Holz geschnitzte Florianstatuen. Für 45 Jahre gab es das Feuerwehrehrenabzeichnen in Gold und einen Geschenkkarton mit Wein. Den Ehefrauen wurde mit einem Blumenstrauß gedankt.

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