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Fußball-Bezirksliga
So viele Favoriten wie lang nicht mehr

Torjäger Stefan Müller (vorne) kehrt vom SV Erbringen zur SSV Oppen zurück. Als Absteiger aus der Landesliga ist die SSV der große Titelfavorit.
Torjäger Stefan Müller (vorne) kehrt vom SV Erbringen zur SSV Oppen zurück. Als Absteiger aus der Landesliga ist die SSV der große Titelfavorit. FOTO: Heiko Britz
Merzig-Wadern. Absteiger SSV Oppen ist der meistgenannte Titelkandidat in der Fußball-Bezirksliga. Doch die Zahl der Kontrahenten ist groß. Von David Benedyczuk

Wenn man den Einschätzungen von Trainern und Verantwortlichen der Bezirksliga-Vereine Glauben schenkt, erwartet die Fußballfans eine extrem spannende Saison: Gleich zehn der 16 Teams wurden im Vorfeld als Favorit ins Spiel gebracht. Daniel Brust, der bei der SG Scheiden-Mitlosheim in seine dritte Saison als Spielertrainer geht, zählt dagegen „nur“ fünf, sechs Clubs zum Favoritenkreis – der 31-Jährige ist sich aber sicher: „Die Liga ist so stark und ausgeglichen wie seit zehn Jahren nicht mehr.“ Auf Scheiden-Mitlosheim entfielen dabei hinter Absteiger SSV Oppen die zweitmeisten Stimmen. „Wir nehmen diese Rolle durchaus an, nachdem wir zwei Mal ganz oben dabei waren“, sagt Brust. „Aber wir müssen nicht aufsteigen. Wir möchten gerne in die Top-Fünf.“


Nach Platz vier im ersten Jahr unter Brust wurde die SG zuletzt Dritter. Nach dem Gesetz der Serie wäre nun also Rang zwei dran – und die Voraussetzungen auf eine erneute Verbesserung scheinen nicht schlecht zu stehen. Dank zehn Neuzugängen, von denen sechs fest für die Bezirksliga eingeplant sind, hat Brust nach den Abgängen von Torwart Philipp Singer (SF Bachem-Rimlingen) und Niklas Bies (SV Losheim II) deutlich mehr Optionen. „Im Vorjahr hat die Breite nicht gestimmt – da sind wir an den vielen Ausfällen gescheitert.“ Die Breite ist nun da, jedoch gibt Brust zu bedenken: „Die meisten Neuen sind blutjung – unserer Philosophie entsprechend, auf junge, talentierte Spieler zu setzen. Ich traue den Jungs viel zu, man sollte aber nicht vergessen, dass es an Erfahrung mangelt.“

Schlechte Erfahrungen machte die SG zuletzt mit Auftaktgegner SC Büschfeld, wo es im Vorjahr eine 0:3-Pleite setzte. Zum Saisonstart (Sonntag, 15 Uhr) soll es dort besser laufen. „Büschfeld hat sich gut verstärkt, trotzdem bin ich zuversichtlich. Die Vorbereitung war sehr gut“, sagt Brust. Bei der Fortuna rückte Tobias Kochems für Patric Rapin als zweiter Spielertrainer an die Seite von Jörn Kiefer. Der Stürmer kam wie Verteidiger Achim Müller von Verbandsligist Wahlen-Niederlosheim. Eine Verbesserung gegenüber Rang neun lautet das Ziel.



Bei Titelfavorit Oppen folgte dem Landesliga-Abstieg ein Umbruch. Das neue Trainerduo bilden Michael Barzen und Alexander Blum vom SV Erbringen, von wo auch Stürmer Stefan Müller zur SSV zurückfand. Ein weiterer Rückkehrer ist Philipp Blum von der FSG Schmelz-Limbach. Auch Adrian Thome (Bachem-Rimlingen II) und Peter-Mike Querbach (SG Honzrath-Haustadt) sind Verstärkungen. „Das Wichtigste ist, dass der Spaß am Fußball zurückkehrt“, sagt Geschäftsführer Christian Beckinger. Das offizielle Saisonziel lautet Top 3.

 An diesem Sonntag um 16 Uhr empfängt Oppen mit dem SV Merchingen gleich einen Mit-Favoriten. Die Elf von Trainer Jörg Schmohl kann mit dem aus Reimsbach geholten Klaus-Peter Schröder und dem reaktivierten Ivan Panferov ein bärenstarkes Offensivduo aufbieten. Für Vizemeister VfB Tünsdorf dürfte es dagegen schwer werden, die Vorsaison zu bestätigen, obwohl mit Mathias Palmer (Perl-Besch) guter Ersatz für Mittelfeld-Routinier Carsten Schöneck (AH) kam. Trainer Kai-Uwe Hahn möchte im vorderen Drittel mitspielen. Gleiches gilt für Absteiger FC Besseringen, der die Top-Fünf anpeilt, und die SF Bachem-Rimlingen.