Bei acht Einsätzen aktiv

Zwar steht der Brandschutz im Mittelpunkt der Feuerwehr-Arbeit. Aber auch für die lebendige Ortsgemeinschaft spielen die freiwilligen Helfer eine wichtige Rolle. So auch in Oppen, wo man jetzt das vergangene Jahr Revue passieren ließ.

Die Oppener Wehrleute waren auch im vergangenen Jahr wieder mit großem Engagement bei der Sache, sowohl beim Brandschutz als im örtlichen Gemeinschaftsleben. Dies belegten die in der Jahrshauptversammlung erstatteten Berichte. Zunächst hieß Löschbezirksführer Alexander Schmidt neben den Aktiven und Alterskameraden als Gäste Bürgermeister Erhard Seger , Ortsvorsteher Ralf Selzer, Wehrführer Martin Schneider und Feuerwehrsachbearbeiter Thomas Kredteck willkommen.

Zeitintensive Vorstandsarbeit

Nach dem Bericht des Schriftführers Niclas Petry fiel die Vorstandsarbeit des Löschbezirks, der 28 Aktive, zwölf Jugendfeuerwehrmitglieder und zwölf Alterskameraden zählt, einschließlich der Gruppen- und Zugführersitzungen mit 160 Stunden hoch aus. "Diese Arbeit wird 2017 wegen der fortschreitenden Planung für das 100-jährige Bestehen im Jahr 2018 noch höher", meinte er. Im vergangenen Jahr wurde die Wehr zu acht Einsätzen verschiedener Art alarmiert, worunter auch eine Wohnungsöffnung zu einer verstorbenen Person war. Verschiedene Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule sowie auf Kreis- und Gemeindeebene wurden absolviert und ein Feuerwehrführerschein erworben. Viele Stunden wurden auch für Wartungsarbeiten sowie die theoretische und praktische Ausbildung aufgewandt. Mehrere Wehrleute besuchten Lehrgänge auf Kreis- und Gemeinde-Ebene oder an der Landesfeuerwehrschule. Einiges los war laut den Ausführungen des Jugendbetreuers Timo Schumacher auch bei Jugendfeuerwehr, die acht Jungs und vier Mädchen in ihren Reihen hat und sich regelmäßig montags trifft. Beim Wettkampf um den Pokal des Wehrführers errang ihre Staffel den ersten Platz. Zu den weiteren Aktivitäten gehörte die Ausrichtung des Seifenkistenrennens im Rahmen ihres 45-jährigen Bestehens, ein Zeltlager und als Abschluss der Besuch einer Kartbahn.

"Alle Aktiven kamen gesund von den Übungen und Einsätzen zurück", zeigte sich Löschbezirksführer Schmidt zu Beginn seines Jahresberichtes erfreut. Nach seinen Worten hat die Arbeit in der Kultur- und Dorfgemeinschaft zugenommen, da diese in Oppen einen hohen Stellenwert besitzt und größere Veranstaltungen nur gemeinsam zu stemmen sind. Hierzu wurde auch im vergangenen Jahr wieder alles getan.

Die Kameradschaft gepflegt

Zur Kameradschaftspflege trugen die Maitour als ein besonderes Erlebnis für die Kinder, die Familienfahrt nach Koblenz und das interne Oktoberfest bei. Die jährlichen Essen- und Getränkestände an Pfingsten im Lückner und das Sommerfest um das Feuerwehrgerätehaus erfreuten sich wieder guten Zuspruchs. Für die Gemeindefeuerwehr wurde traditionell der Truppführerlehrgang ausgerichtet, ebenso gab es Ordnungsdien ste zu leisten.

Der Löschbezirksführer zeigte sich verärgert über die kürzlich nach dem Brand in Elm im Internet veröffentlichen Fotos und Kommentare. "Dies wird anscheinend zum Volkssport", machte er seinem Unmut Luft. Er selbst habe nach einem Einsatz im Sommer ein offenichtlich aus Sensationsabsicht unterbreites TV-Interview-Angebot abgelehnt. "Die Feuerwehr erledigt ihre Aufgabe und interessiert sich zunächst nicht für die Hintergründe", unterstrich Schmidt. Er dankte den Wehrleuten für ihre Arbeit. Der Kassierer Stefan Engel wies auf die geordneten Finanzen hin.

Lobende Worte sprachen Bürgermeister Seger, Ortsvorsteher Selzer und Wehrführer Schneider aus. Die Ehrung von Hauptfeuerwehrmann Dieter Mayers für 45 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde nachgeholt.