Nicht nur in der Brandbekämpfung aktiv

Nicht nur in der Brandbekämpfung aktiv

Viele Gäste waren zur Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Haustadt gekommen. Neben den üblichen Berichten war dabei auch Zeit für Ehrungen verdienter Mitglieder. Und auch Übernahmen in die aktive Wehr konnten gefeiert werden.

Zur Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Haustadt begrüßte Löschbezirksführer Markus Diwersy neben den zahlreich erschienen aktiven Wehrleuten und Alterskameraden besonders Bürgermeister Erhard Seger , Ortsvorsteher Jürgen Kredteck, Wehrführer Martin Schneider und Sachbearbeiter Thomas Kredteck als Gäste. Kassierer Christian Porten erstattete einen geprüften positiven Kassenbericht. Schriftführer Fabian Holzer trug anschließend seinen Jahresbericht vor. Demnach zählt der Löschbezirk derzeit 38 Aktive, 17 Jugendwehrmitglieder und sieben Alterskameraden. Zu 18 Einsätzen verschiedenster Art wurde die Wehr alarmiert. Neun Mal tagten der Vorstand und vier Mal die Führungskräfte. 19 Ausbildungstermine fanden statt, davon sieben theoretische und elf praktische sowie eine Abschlussübung mit dem Nachbarlöschbezirk Beckingen.

Ein Seminar zur Schlauchpflege und Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule sowie auf Gemeinde- und Kreisebene wurden besucht. Weitere Aktivitäten waren eine Weihnachtsbaumsammelaktion mit der Jugendfeuerwehr, Hexennacht, ein Besuch der Vorschulkinder mit Brandschutzerziehung, Brandwachen, Besuch von Festen, ein Tag der offenen Tür mit Fest zum 45-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr nebst Wehrführerpokalwettkampf, eine Steckentour nach Bad Neuenahr, ein Familiennachmittag und vieles mehr. Nach den Worten von Jugendbetreuer Klaus Adam gehört der Jugendfeuerwehr, die vier Zugänge zu verzeichnen hatte, auch ein Mädchen an. Der Feuerwehrnachwuchs nahm an verschiedenen Veranstaltungen teil, feierte ausgiebig sein 50-jähriges Bestehen, holte beim Pokalwettkampf mit der Gruppe den ersten Platz und bei den Begleitspielen mit Daniel Repplinger Platz eins, beteiligte sich am Seifenkistenrennen und verkaufte Lose zu St. Martin. Eine Weihnachtsfeier schloss das Jahr ab.

Sehr rege waren auch erneut Gerätewart Michael Söther und seine drei Helfer. Rund um das Gerätehaus sowie bei der Fahrzeug- und Gerätewartung gab es, manchmal bei Pumpenreparaturen auch über die Ortsgrenzen hinaus, viel zu tun. Löschbezirksführer Diwersy ging in seinem Rückblick detailliert auf die einzelnen Einsätze ein. "Es war ein arbeitsreiches und interessantes Jahr"; befand er. "Hier wird nicht viel geschwätzt, sondern geschafft", unterstrich Bürgermeister Seger und sprach den Dank für die geleistete Arbeit aus.

Der Löschbezirksführer sei auch auf Gemeindeebene mit großem Engagement und Sachverstand als Ausbildungsleiter und stellvertretender Gemeindejugendbetreuer rege. Ohne Jugendarbeit könne die Zukunft der Wehren nicht gesichert werden. Hauptlöschmeister Volkmar Gantner wurde dann in die Alterswehr übernommen (siehe Text unten).

In die aktive Wehr wurden Stefan Wirth, Simon Muhm und Nico Mattfeld als Anwärter übernommen. Wehrführer Schneider bedankte sich für den Dienst zum Wohle der Allgemeinheit. Dem schloss sich Ortsvorsteher Jürgen Kredteck, der von der Vielzahl der erbrachten Leistungen beeindruckt war, an. Er überreichte an Jugendbetreuer Adam den Betrag von 675 Euro aus dem St. Martins-Losverkauf.

Bauunternehmer Stefan Repplinger, selbst aktiver Wehrmann, brachte eine Spende von 1000 Euro zur Förderung der Jugendwehr des Löschbezirks mit.

In der Jahreshauptversammlung wurde auch Hauptlöschmeister Volkmar Gantner nach 31-jähriger Dienstzeit von der aktiven Wehr in die Altersabteilung verabschiedet. Er hatte im vorigen Jahr sein 65. Lebensjahr vollendet und damit die Altersgrenze erreicht. Gantner gehörte bis 2016 ununterbrochen 28 Jahre dem Vorstand an und übte bis dahin 27 Jahre verantwortungsbewusst die Funktion des Kassierers aus. Zudem fungierte er als Gruppenführer. Ferner war Gantner maßgeblich an der Kameradschaftspflege im Löschbezirk beteiligt. Dabei organisierte er Fahrten und führte diese als Busfahrer auch selber aus.

Volkmar Gantner.

Neben einem Präsent überreichte ihm Löschbezirksführer Diwersy seinen von den Wehrkameraden signierten Einsatzhelm. "Solange ich noch den Meldeempfänger habe, werde ich bei Alarmen zum Gerätehaus kommen, denn da kann man in der Funkzentrale oder für andere Arbeiten auch in meinem Alter weiter nützlich sein", meinte der rüstige Rentner und bedankte sich.