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Herbstbelebung
Arbeitslosigkeit ist im Kreis weiter gesunken

Am Freitag gab die Arbeitsagentur die Merzig-Waderner Arbeitsmarktzahlen für September bekannt.
Am Freitag gab die Arbeitsagentur die Merzig-Waderner Arbeitsmarktzahlen für September bekannt. FOTO: dpa / Carsten Rehder
Merzig-Wadern. In Merzig-Wadern waren im September 2220 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Der Arbeitskräftebedarf bleibt stabil.

„Im Rahmen der saisonüblichen Herbstbelebung“, so die Agentur für Arbeit in ihrem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht, ist die Zahl der Arbeitslosen im September weiter gesunken. Im Kreis Merzig-Wadern waren 2220 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das sind 141 weniger als im August und 264 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,0 Prozent und damit um 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr.


„Durch die einsetzende Herbstbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit im September verringert. Dieser Rückgang ist in den Wochen nach den Sommerferien üblich“, erläutert Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. Viele junge Menschen, die nach Ausbildungsende nicht übernommen wurden, hätten nun eine neue Beschäftigung gefunden. Andere gingen weiter zur Schule oder warteten auf den Beginn ihres Studiums im Oktober. Deshalb wird sich laut Haßdenteufel der günstige Trend wohl auch in den nächsten Wochen weiter fortsetzen. „Die relativ niedrige Arbeitslosenzahl belegt neben dem rein saisonbedingten Effekt auch, wie konjunkturell stabil der Arbeitsmarkt in der Region ist. Ein deutlicher Hinweis sind die vielen offenen Stellen, die zeigen, wie viele Möglichkeiten es auch für diejenigen gibt, die zurzeit arbeitslos gemeldet sind.“

Die sogenannte Unterbeschäftigung lag im Landkreis Merzig-Wadern im September mit 3320 Personen um 11 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 67 Prozent. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. „Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen beziehungsweise ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde“, heißt es von der Arbeitsagentur. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung würden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftliche bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem könnten die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden.



Die Nachfrage nach Arbeitskräften lag im September laut Arbeitsagentur mit 225 Neumeldungen um 37 über dem Vormonatsniveau. Der Stellenbestand blieb mit 876 Jobangeboten weiter hoch (plus 10,2 Prozent zum Vorjahr).