Lange Bauzeiten sorgen für Verdruss

Lange Bauzeiten sorgen für Verdruss

In einer Pressemitteilung kritisiert der SPD-Ortsverein Spiesen-Elversberg die schleppende Abwicklung vieler Baustellen im Ort, wie die Sanierung der Glückauf-Halle oder der Umbau der Feuerwehrgerätehäuser. Bürgermeister Pirrung gibt Auskunft zum Stand der Dinge.

Die Gemeinde Spiesen-Elversberg hat im vergangenen Jahr viele Baustellen gesehen. In einer Pressemitteilung vertritt der SPD-Ortsverein die Ansicht, dass die Verwaltung um Bürgermeister Reiner Pirrung (CDU) ihre Aufgabe in einigen Punkten nicht gut gemacht habe.

Der Verlauf von Umbauarbeiten an den Gerätehäusern der beiden Feuerwehren ist der SPD ein Dorn im Auge. Ende Dezember hat der Löschbezirk Spiesen ein neues Fahrzeug erhalten - Kosten: runde 320 000 Euro. Auch wegen der Größe des neuen Gefährts sind Umbaumaßnahmen notwendig. Die SPD kritisiert, dass die dafür bereits vor drei Jahren bereitgestellten Gelder bis heute nicht angetastet wurden und das neue Fahrzeug übergangsweise sogar privat untergestellt werden müsse.

Bürgermeister Reiner Pirrung erinnerte im Gespräch mit unserer Zeitung daran, dass seine Verwaltung fast zwei Jahre keinen Hochbauingenieur zur Verfügung gehabt habe. Darüber hinaus habe es ständig neue Kostenschätzungen für das Projekt gegeben. Das habe die Umsetzung verzögert. Jetzt soll es aber im Februar losgehen. Drei Gewerke seien vergeben und die Firmen stünden bereit, so der Bürgermeister. Auch beim Umbau am Elversberger Gerätehaus soll sich etwas tun. Ende des Monats soll hier die Dachsanierung begonnen werden.

Auch der Neubau der Evangelischen Kindertagesstätte in Spiesen geht der SPD zu langsam. Nach dem Schimmelschaden im Neubau (wir berichteten) verlangt die SPD die Klärung der Haftungsfrage und Informationen darüber, wie es weitergeht. "Der Gemeinde liegt das offizielle Beweissicherungsgutachten noch nicht vor", so Pirrung. Man rechne aber in den nächsten Wochen mit dem Gutachten. Der Neubau, so der Bürgermeister weiter, solle dann in der Osterzeit fertiggestellt werden.

Für die lange Bauzeit auf dem Pestalozzi-Schulhof in Elversberg sieht Pirrung die Schuld nicht bei seiner Verwaltung. Vielmehr habe die ausführende Firma die Arbeiten nicht im Zeitplan erfüllen können.

Das Toilettenhäuschen auf dem Friedhof Elversberg war teilweise einer Brandstiftung zum Opfer gefallen. Nach SPD-Angaben war das Gebäude zum Schadenszeitpunkt nicht versichert. Laut Pirrung wurde der Schaden beim Verursacher angemeldet. Ob es je zu einer Zahlung kommt, sei jedoch unklar. Man sei aber bereits dabei, das Häuschen mit eigenen Mitteln und Kräften wieder aufzubauen.

In Bezug auf die Glückauf-Halle erhebt die SPD den Vorwurf, dass die bewilligten Mittel zur Sanierung noch nicht angetastet seien. Das bestätigte auch der Bürgermeister. Allerdings stünden noch nicht genug Gelder für eine "sinnvolle" Sanierung zur Verfügung. Eine schnelle Renovierung der Gaststätte, worauf die SPD dringt, mache laut Pirrung nur Sinn, wenn beispielsweise gleichzeitig auch die Fenster ausgetauscht würden.

Dafür soll es im Lions Haus Ende Februar mit neuem Pächter losgehen.

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