Gutes tun mit guter Musik

Gutes tun mit guter Musik

Initiiert von Groovin Affairs-Drummer Pietro Ramaglia spielten seine Formation und die Band Velaroo um Manuel Meyer für die Homburger Musikschule im Musikpark. Bis zu 200 Fans ließen sich das nicht entgehen.

Groovin-Affairs-Schlagzeuger Pietro Ramaglia sorgte als Initiator des Abends für den richtigen Takt.

Ziemlich entspannt sitzt Manuel Meyer im kleinen Backstage-Bereich neben der Bühne im Musikpark Homburg. Um ihn herum: Die anderen Musiker der Band Velaroo. Es ist kurz vor 20 Uhr am Donnerstagabend, gleich wird es für die Alternative-Rocker raus auf die Bühne und vors Publikum gehen. Das Programm dieses Abends kann man knackig zusammenfassen - es geht darum, mit guter Musik Gutes zu tun. Und genau da kommen dann Velaroo ins Spiel. Gefragt, warum man zusammen mit dem Headliner Groovin Affairs der Musikschule Homburg und deren musikalischer Früherziehung mit der großen Charity-Party unter die Arme greifen will, antwortet Manuel Meyer eindeutig: "Wir glauben einfach an das Gute im Menschen." Groovin-Affairs-Schlagzeuger Pietro Ramaglia, der Initiator des Events, sei an sie herangetreten. "Wir kennen Pietro persönlich, er hat uns auch den Kontakt zu unserem Schlagzeuger Dominik Rivinius hergestellt." Als Ramaglias Anfrage kam, habe man nicht zuletzt aufgrund des ausgezeichneten Rufs des Groovin-Affairs-Schlagzeugers zugesagt, gleichwohl "wir bei solchen Charity-Veranstaltungen grundsätzlich etwas vorsichtig sind, weil wir da schon schlechte Erfahrungen gemacht haben." Im Falle des Auftritts am Donnerstag sei die positive Entscheidung aber schnell gefallen. Meyer: "Wir wussten einfach, dass das hier in einem professionellen Rahmen läuft."

Seit rund zwei Jahren gibt es die Alternative-Rockband Velaroo. Und das mit steigendem Erfolg. "Es läuft eigentlich sehr zufrieden stellend", erzählt Manuel Meyer. "Die Resonanz ist super." Nichts desto Trotz sei die Arbeit im Musikgeschäft hart. "Natürlich hat man ganz zu Beginn große Erwartungen. Tatsächlich geht vieles viel langsamer als man es sich wünscht. Wir sind aber alle sehr zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht haben."

Sichtlich zufrieden sind eine gute Stunde später auch die Fans, denen Velaroo eine wirklich gelungene Rockshow mit hörenswerten Eigenkompositionen bietet. Und während sich Manuel Meyer und die anderen Velaroos auf der Bühne abarbeiten, treffen auch die Musiker von Groovin Affairs um Schlagzeuger Pietro Ramaglia ein. Der formuliert seine Wünsche so: "Ich möchte, dass das heute Abend eine richtig gute Party wird, dass die Leute Spaß haben und dass ein bisschen Geld für die Musikschule zusammenkommt." Für diese drei Ziele haben Groovin Affairs einiges auf sich genommen: Noch am Mittwoch in Hamburg, geht es auf einer Sieben-Stunden-Bus-Tour zurück nach Homburg. Doch von Müdigkeit ist bei der Band auf der Bühne nichts zu spüren. Es knistert spürbar, die Show ist musikalisch ohne Makel, sexy und gute Laune pur - dafür gibt die Band alles.

Ob sich der leidenschaftliche Einsatz von Velaroo und Groovin Affairs in nüchternen Euros zu Gunsten der Musikschule nachhaltig auszahlt, wird deren Leiterin Carola Ulrich nun beurteilen müssen. Die Zuschauerzahl liegt über den Abend hinweg zwischen 150 und 200. Ulrich sieht die monetäre Seite aber entspannt: "Wir freuen uns über alles, was kommt."