Infoveranstaltung: Wenn Antibiotika nichts mehr ausrichten können

Infoveranstaltung: Wenn Antibiotika nichts mehr ausrichten können

Am kommenden Mittwoch, 2. Oktober, findet eine Informationsveranstaltung für Patienten mit Atemwegserkrankungen, für deren Angehörige und alle Interessierten statt.

Es geht darum, was man wissen sollte, wenn man als chronisch Kranker Kontakt zu Menschen hat, die einen multiresistenten Erreger tragen. Beginn ist um 18 Uhr im Hörsaal Innere Medizin des Uniklinikums in Homburg (Gebäude 40). Multiresistente Erreger (MRE) sind Keime, die durch ihre Resistenz gegen bestimmte Antibiotika die Therapie von Patienten erschweren.

Daher stellen sie ein gravierendes Problem in Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie der Alten- und Langzeitpflege dar. Seit Jahren steigt in Deutschland die Anzahl der Krankheitserreger, gegen die keine oder nur noch wenige Antibiotika wirken, weil sie oft unempfindlich gegen diese Medikamente geworden sind. Ursache hierfür ist oftmals der zu großzügige oder falsche Einsatz von Antibiotika.

Während für gesunde Menschen viele Keime in der Regel keine Gefahr darstellen, können sie bei Menschen mit bestimmten Begleit- und Vorerkrankungen zu schweren Erkrankungen führen. Durch strenges Einhalten von allgemeinen Hygiene-Regeln, kann die Weiterverbreitung multiresistenter Erreger in Krankenhäusern und Heimen, in Arztpraxen und durch das Personal oft schon verhindert werden.

Auf der anderen Seite gibt es täglich Situationen, in denen Patienten mit einer chronischen Erkrankung den Kontakt zu anderen Menschen haben, die Träger von MRE sind. Die Professorin Barbara Gärtner (Oberärztin am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Uniklinikum) wird die Zuhörer über ihr Risiko im Umgang mit Menschen, die einen Multiresistenten Erreger tragen, informieren. Der Eintritt zum Vortrag ist frei, Inforamtionen unter Tel.: (0 68 41) 16 - 22 91 9.