1. Saarland

FCH stürmt den Bieberer Berg

FCH stürmt den Bieberer Berg

Nach vier sieglosen Spielen in Folge hat Fußball-Reginalligist FC Homburg am Samstag kurz vor Schluss einen 3:2-Sieg bei den Offenbacher Kickers klargemacht. Und das trotz personellen Problemen. Der Jubel war danach entsprechend groß.

 Die Homburger Mario Klinger (rechts) und Emil Noll jubeln, Offenbachs Christian Cappek kann es nicht mitansehen.
Die Homburger Mario Klinger (rechts) und Emil Noll jubeln, Offenbachs Christian Cappek kann es nicht mitansehen.

Als sich Lutz Radojewski in der 87. Minute das Trikot über den Kopf zog und mit freiem Oberkörper jubelnd über den Platz stürmte, war ihm die dafür obligatorische Gelbe Karte egal. Die Freude über seinen entscheidenden Treffer zum 3:2-Auswärtssieg des FC Homburg bei Kickers Offenbach in der Fußball-Regionalliga musste einfach raus. Nach vier sieglosen Partien in Folge war zu sehen, welche Last von den Schultern der zuletzt verunsichert wirkenden Mannschaft fiel.

"Es war vor allem wichtig, dass die Mannschaft sieht, was mit Kampf und Einsatz alles möglich ist", kommentierte FCH-Trainer Christian Titz das Spiel. Dabei hatte der FCH schon vor dem Anpfiff auf dem Bieberer Berg mit personellen Problemen zu kämpfen. Nachdem Enis Hajri wegen einer im Training erlittenen Fußverletzung ebenso wenig zur Verfügung stand wie Stürmer Alban Ramaj, verletzte sich auch noch der eigentlich für die Startelf vorgesehene Dominik Werling beim Aufwärmen am Rücken. Für ihn rückte Radojewski auf die Außenverteidiger-Position, während Hajri in der Innenverteidigung von dem nach langer Verletzungspause wiedergenesenen Mike Baier ersetzt wurde. Yannick Tewelde rückte ebenfalls wieder in die Startelf.

Der Spielverlauf ließ in der ersten Halbzeit wenig Gutes ahnen. Nach neun Minuten stand es 1:0 für Offenbach durch Giuliano Modica. "Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir in der ersten Hälfte noch mehr Tore bekommen hätten", räumte Titz die Überlegenheit des Gegners ein. Doch während sich der OFC an FCH-Torwart Edin Sancaktar die Zähne ausbiss, machte es Homburgs Yannick Tewelde auf der anderen Seite besser, als er einen direkten Freistoß in der 43. Minute zum zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften 1:1 verwandelte.

Nach der Halbzeitpause zeigten die Homburger den 5125 Zuschauern ein gänzlich anderes Gesicht, wobei ihnen der Treffer zum 2:1 durch Carsten Lutz nur eine Minute nach Wiederanpfiff in die Karten spielte. "Wir haben in der zweiten Halbzeit Ball und Gegner laufen lassen", sagte Titz und war zufrieden mit der gezeigten Reaktion seiner Mannschaft.

Da auch die Offenbacher weiter kämpften, entwickelte sich eine offene Partie, in der Marcel Wilke in der 74. Minute das 2:2 für die Gastgeber erzielte. Drei Minuten vor Schluss stellte Radojewski mit dem 3:2 die Weichen für Homburg aber endgültig auf Sieg. Der eingewechselte Pascal Reinhardt holte sich eine Minute vor Schluss noch die Rote Karte wegen groben Foulspiels ab.

Am kommenden Samstag trifft der FC Homburg dann um 14 Uhr zu Hause im Derby auf den SVN Zweibrücken.

Das Spiel des FC Homburg im Saarlandpokal bei Verbandsligist FSG Schmelz-Limbach ist verlegt worden. Die Partie findet am Dienstag, 8. Oktober, um 18.30 Uhr statt.