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Wind macht den Läufern zu schaffen

Wind macht den Läufern zu schaffen

Zum 34. Mal veranstaltete die LSG Saarlouis gestern ihren Saaraltarmlauf. Viele alte und neue Gesichter gingen auf die fünf und zehn Kilometer langen Strecken, doch insgesamt werden es auch in Saarlouis immer weniger. 276 kamen ins Ziel.

Themen-Läufe schießen zurzeit wie Pilze aus dem Boden. Ihre Haltbarkeitsdauer ist oft gering, nicht selten sind sie schon nach wenigen Jahren wieder verschwunden. Ein zeitloser Dauerbrenner ist dagegen der Saaraltarmlauf der LSG Saarlouis, der gestern seine 34. Auflage feierte. 276 Teilnehmer duellierten sich auf der Fünf- und der Zehn-Kilometer-Strecke, kämpften um Platzierungen und persönliche Bestzeiten. Viele Dauergäste schnürten bei kühlen 13 Grad und klarer Luft die Schuhe.

Die ersten Plätze im Hauptlauf über zehn Kilometer gingen aber an zwei Saaraltarmlauf-Debütanten. "Das ist eine landschaftliche schöne Strecke, leicht wellig und eher schnell, wenn es nicht so windig gewesen wäre", meinte der Sieger bei den Männern, Thierry Hubsch. Der Luxemburger benötigte 32:43 Minuten. Eigentlich liebe er es "crossiger", gab der 35-Jährige zu. "In der Vorbereitung auf unsere nationalen Trail-Meisterschaften über 51 Kilometer war das aber ein guter Test", betonte er.

Für Holger Salamon vom LV Merzig stoppte die Uhr nach 35:16 Minuten. Dritter wurde Laufsport-Veteran Uwe Hartmann vom LC Warndt. Der deutsche Marathon-Meister von 1989 brauchte 35:37 Minuten. "Das war mein dritter Zehner in acht Tagen. Mit dem Ergebnis kann ich in meinem Alter zufrieden sein", resümierte der 54-Jährige, der nach einer Knie-Operation wieder langsam in Form kommt.

Karen aus der Fünten überquerte als erste Frau die Ziellinie. Siegerzeit: 39:45 Minuten. "Davor war ich beim Halbmarathon in Köln am Start. Das war nix. Der heutige Sieg stärkt das angekratzte Selbstvertrauen", verriet die Läuferin des SV Saar 05. Tanja Hooß wurde Zweite (42:11 Minuten) und wie üblich vom mitlaufenden Ehemann Jörg (37:26 Minuten, Rang fünf) auf dem letzten Kilometer abgeholt. "Ich freue mich immer, ihn zu sehen. Dann ist es nicht mehr weit", sagte die mehrfache deutsche Meisterin im 100-Kilometer-Straßenlauf später grinsend.

Mit deutlich weniger Erfahrung, aber gleicher Begeisterung trat Justin Brill zuvor beim Jedermann-Lauf an und belegte unter 124 Startern Rang 89. "Das war mein erster Fünfer. Ich habe locker begonnen und das Tempo später verschärft. Kurz vor Schluss bin ich noch an einigen Läufern vorbei", berichtete der 14-Jährige von der LLG Wustweiler.

Trotz motivierter Lauf-Neulinge wie Justin Brill sind die Teilnehmerzahlen auch in Saarlouis rückläufig. Was nicht zuletzt am insgesamt größeren Angebot liegt, glaubt Volker Vollrath. "Unsere Veranstaltung kommt aber immer noch gut an. Wir halten uns wacker ", stellte der LSG-Boss fest.

Die nächste Veranstaltung der LSG Saarlouis lässt übrigens nicht lange auf sich warten. Am Donnerstag richtet der Verein die Stadtmeisterschaften aus. Ab 10 Uhr treten Athleten aller Altersklassen im Stadion "Großer Sand" in Fraulautern in verschiedenen leichtathletischen Disziplinen an.

Zum Thema:

Auf einen BlickFünf-Kilometer-Lauf, Frauen: 1. Claudia Maas, LTF Köllertal, 21:24 Minuten; 2. Bettina Wiesen, LV Merzig, 21:53; 3. Franziska Müller, ATSV Saarbrücken, 23:37. Männer: 1. Remi Krause, Triathlon St. Avold, 17:27 Minuten; 2. Matthias Jakobi, Merzig, 17:34; 3. Harald Volz, LSG Saarlouis, 17:47. ros