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Wochenkolumne
Ein Müllsystem zum Überdenken

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die Mitteilung Mitte dieser Woche, dass in Homburg die Müllkosten davon galoppieren, kam so überraschend nicht. Illegale Müllablagerungen nehmen zu, in Homburg wie sonstwo im Land. Man muss nur mit offenen Augen durch die Gegend gehen, um dies wahrzunehmen. Von Peter Neuheisel

Die Verantwortlichen von EVS und den Kommunen ließen damals beim Start des neuen Müllsystems keine Kritik zu und haben nun den Salat. Wenn es der allein wäre, ginge es ja noch. Die Realität sieht aber so aus, dass Hausmüll in rauen Mengen am Waldrand, im Wald, in Nachbartonnen, in Containern von Stadt und Discountern beiseite geschafft wird. Das liegt daran, dass der Müll nicht mehr regelmäßig im Ein- oder Zweiwochen-Turnus abgeholt werden muss, sondern die Tonnen auch mal vier Wochen stehen können. Wer weniger häufig rausstellt, muss weniger zahlen. Das öffnet den Schummlern Tor und Tür. Wie soll ein mehrköpfiger Haushalt aber auch hinkommen mit einer vierwöchigen Leerung? Vielleicht funktioniert das mal zu Urlaubszeiten. Aber sonst, eher nicht. Natürlich entsorgen die Allermeisten ihren Müll sorgsam und regelkonform. Es gibt aber schwarze Schafe, die durch das Müllkonzept angespornt werden. Deshalb ist ein Nachdenken erforderlich.