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Harte Konkurrenz: Saar-Uni auf Platz 39 im Uni-Ranking der DFG

Harte Konkurrenz: Saar-Uni auf Platz 39 im Uni-Ranking der DFG

Saarbrücken. Wie gut ist eine Uni? Dass eine Antwort auf diese Frage nicht ganz leicht fällt, zeigt der neue Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Er ist dieser Tage neu erschienen und stolze 295 Seiten stark. Der Atlas berechnet die Hitparade der Top-40 der Hochschulen gemessen an der Höhe ihrer DFG-Drittmittel

Saarbrücken. Wie gut ist eine Uni? Dass eine Antwort auf diese Frage nicht ganz leicht fällt, zeigt der neue Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Er ist dieser Tage neu erschienen und stolze 295 Seiten stark. Der Atlas berechnet die Hitparade der Top-40 der Hochschulen gemessen an der Höhe ihrer DFG-Drittmittel. Bei insgesamt 379 von der Hochschulrektorenkonferenz in Deutschland erfassten Universitäten (117), Fach- (207) sowie Kunst- und Musikhochschulen (55) bildet diese Liste grob das beste Zehntel der akademischen Einrichtungen ab. Rund die Hälfte der Hochschulen erhielt im Untersuchungszeitraum, der von 2008 bis 2010 reicht, DFG-Drittmittel.Das Ranking zeigt, wie hart der Kampf um eine Top-Platzierung geworden ist. Die Saar-Universität, die im Vergleich zum Vorjahr ihre Drittmittel insgesamt um elf Prozent gesteigert hat, ist in dieser Bestenliste um sechs Plätze abgestiegen und rangiert derzeit auf Rang 39. Eine Platzierung, die die Hochschule wesentlich ihrem sehr guten Abschneiden in der vergangenen Runde der Exzellenzinitiative zu verdanken hat, wie die Statistik zeigt.

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass dieses Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Rangfolge nach absoluten Zahlen auswirft, was große Universitäten mit vielen Wissenschaftlern automatisch nach oben befördert. Wird die DFG-Förderung in den einzelnen Fachbereichen pro Kopf der dort beschäftigten Professoren berechnet, ergibt sich ein anderes Bild. Bei dieser Betrachtung liegen die Ingenieurwissenschaften in Saarbrücken im bundesweiten Vergleich an neunter Stelle. Dieser Wert kommt zustande, weil die DFG in ihrem Ranking die extrem starke Saarbrücker Informatik den Ingenieurwissenschaften zurechnet.

Alle Fächer zusammengenommen erhielt die Saar-Universität im Zeitraum von 2008 bis 2010 gut 62 Millionen Euro von der DFG. Rund 24 Millionen davon entfielen auf die Ingenieurwissenschaften, wovon wiederum über 18 Millionen Euro von der Informatik verbucht wurden. Der zweite größere Anteil entfällt mit knapp drei Millionen Euro auf die Material- und Werkstoffwissenschaften. Nach der Pro-Kopf-Berechnung des DFG-Rankings liegt die Universität des Saarlandes bei den Geistes- und Sozialwissenschaften auf Platz 13, in den Lebenswissenschaften belegt sie Rang 34. byl

Hintergrund

Außer dem Landeszuschuss zum Globalhaushalt machen die sogenannten Drittmittel einen immer wichtiger werdenden Anteil an der Finanzierung einer Hochschule aus. Im Fall der Saar-Universität liegt ihre Quote mittlerweile bei rund einem Drittel des Budgets. Im vergangenen Jahr warb die Saar-Universität rund 64 Millionen Euro ein, wesentliche Geldgeber waren außer der DFG die EU und die Industrie. byl