Studenten bauen Elektro-Flitzer

Studenten bauen Elektro-Flitzer

Saarbrücken. Für 20 Studenten der Universität des Saarlandes wird der Traum vieler kleiner Jungs wahr: Sie bauen einen eigenen Rennwagen

Saarbrücken. Für 20 Studenten der Universität des Saarlandes wird der Traum vieler kleiner Jungs wahr: Sie bauen einen eigenen Rennwagen. Mit der Unterstützung von Studenten der Saarbrücker Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) entwickeln die Mechatronik-Studenten einen Elektro-Rennwagen, um damit im Juli in Österreich bei der "Formula Student" für die Saar-Uni zum ersten Mal an den Start zu gehen. Dort treten internationale Studententeams verschiedener Hochschulen mit ihren selbstkonstruierten Rennwagen gegeneinander an. "Es geht bei der Formula Student darum, dass Studenten praktische Erfahrung sammeln und technisches Know-How entwickeln können", sagt Dominik Neidhart, der zu den Gründern des "Saar Greenteam" gehört. "Es ist aber auch ein ganz normaler Rennsport", betont der Leiter des Teams, Johannes Mathieu. "Die Fahrzeuge müssen deshalb ein gutes Handling und viel Leistung haben."Die bekommt der Rennwagen von einem 81 PS starken Elektromotor. "Damit erreichen wir etwa 140 Stundenkilometer", bemerkt der Team-Leiter grinsend. Selbst entwickelt hat das Team den Motor allerdings nicht. "Die Zeit dafür war zu kurz. Den Antriebsstrang mussten wir für rund 12 500 Euro einkaufen und das war noch die günstigste Lösung", sagt Dominik Neidhart. "Außerdem ist der Automarkt absolut nicht auf Elektromotoren ausgelegt. Das war ein großes Problem beim Beschaffen aller Teile", wirft Mathieu ein. Denn auch andere Teile wie Akkus oder kleinere Komponenten zur Motorsteuerung mussten bestellt werden. Das Geld dafür kommt von Sponsoren und der Universität.

Bisher existiert der Elektro-Flitzer nur als 3-D-Modell auf dem Computer. Spätestens am 22. Juni soll das erste Elektro-Rennauto der Saar-Universität aber aus eigenem Antrieb vor die Öffentlichkeit rollen. Bis es soweit ist, sucht das "Saar Greenteam" noch Verstärkung. "Jeder Student kann bei uns mitmachen, egal welche Fachrichtung er studiert. Wir nehmen jeden gerne in unser Team auf", sagt Johannes Mathieu.

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