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"Die Lebensmittelabteilung war der größte Umsatzträger"

"Die Lebensmittelabteilung war der größte Umsatzträger"

Für Mario Facco sind einige Kommentare nicht gerade schmeichelhaft. Der eine legt ihm den Rücktritt nahe, der andere attestiert ihm, er sei "keiner, der die Innenstadt voranbringt", der dritte kann gleich auf die gesamte Werbegemeinschaft verzichten

Für Mario Facco sind einige Kommentare nicht gerade schmeichelhaft. Der eine legt ihm den Rücktritt nahe, der andere attestiert ihm, er sei "keiner, der die Innenstadt voranbringt", der dritte kann gleich auf die gesamte Werbegemeinschaft verzichten. Ein Mitglied der "Zweibrücken"-Gruppe hält Faccos Überlegungen eigene Erfahrungen entgegen: "Man sollte sich aber auch einmal überlegen, was Herr Facco manchmal für einen Unsinn redet. Von wegen die Lebensmittelabteilung in der Kaufhalle lief nicht. Ohne sie hätte die Kaufhalle schon viel früher schließen müssen. Die Lebensmittelabteilung war in der Kaufhalle der größte Umsatzträger. Vor allem hat die Kaufhalle auch noch anständige Löhne gezahlt. Meine Frau hat 36 Jahre in der Kaufhalle gearbeitet. Obwohl sie heute mehr Stunden macht, verdient sie heute nur halb so viel wie in der Kaufhalle."Also alles nur Faccos Schuld? Und woran hängt es in Zweibrücken? Was müsste passieren, damit wieder mehr (Geschäfts-)leben in die Stadt kommt? Manche meinen, man müsse die Innenstadt oder zumindest den Herzogplatz wieder für Autos öffnen. "Sehr guter Ansatz", lobt ein weiterer Diskutant. "Schlossplatz und Herzogsplatz sollten wieder befahrbar sein. Von der Maxstraße muss man wieder direkt in die Hofenfelsstraße kommen."

Auch über die Frage, was mit dem Gelände passieren soll, gehen die Meinungen auseinander. Die einen wollen "ein Kaufhaus in der Art, wie der untere Stock der Kaufhalle war", andere allgemeiner "eine Marktlücke, welche auch Menschen anlockt". Ungewöhnlich ein dritter Vorschlag: "Ich würde dort ein Spielcasino rein machen und im Keller einen Saunaclub. Somit könnte man ne Menge Leute aus dem DOZ in die Innenstadt locken. Die Herren könnten ihre Damen im DOZ abladen. Die könnten dann vier bis fünf Stunden shoppen. In der Zwischenzeit fahren die Herren in die Innenstadt zocken im Casino oder können im Saunaclub etwas entspannen." Schlichte Provokation? Keineswegs, meint der Autor - und verweist auf vergleichbare erfolgreiche Konzepte in der Umgebung, etwa in Neunkirchen. jam