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Ortsgemeinderat Battweiler: Eine Sanierung ist dringend nötig

Ortsgemeinderat Battweiler : Eine Sanierung ist dringend nötig

Die Arbeiten am Battweiler Dorfgemeinschaftshaus sollen 426 000 Euro kosten. Luxuriös wird es nicht.

Das Wattweiler Dorfgemeinschaftshaus mit Kindergarten ist in die Jahre gekommen. Das zu Beginn der 50er Jahre errichtete Gebäude, einst Dorfschule, muss dringend saniert werden – für rund  426 000 Euro. Das haben die Kostenschätzungen von Architekt Gerhard Müller vom planenden Büro Grub aus Zweibrücken ergeben. Mittel aus dem Investitionsstock müssen beantragt werden, denn ohne Geld vom Land ist das Projekt finanziell nicht zu schultern.

Weil sich unterm Dach der sanierungsbedürftige Kindergarten befindet, müssen die Kosten für beide Maßnahmen exakt getrennt werden. Für den Kindergarten schießt womöglich der Landkreis Südwestpfalz Geld zu. Wie eine Kostenermittlung und -verteilung erfolgen kann, erläuterte Müller am Dienstag in der Ratssitzung. Die Tagungsstätte soll 39 000 Euro kosten. Von Luxus kann dabei keine Rede sein; was dem Raum mehr Charakter und Flair geben soll, ginge gleich ins Geld, so Müller. Neben einem neuen Fußbodenbelag, neuen Türen und Anstrich wird die Decke abgehängt – zur Verbesserung der Akustik. Auch neue Tische und Stühle seien kein Luxus, für größere Versammlungen im kleinen Saal sind 40 Stühle vorgesehen. In diese Sanierungskosten eingeflossen sind auch die für den Jugendraum im Kellergeschoss.

Ältere Mitbürger, insbesondere solche, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, haben es beim Toilettengang im Dorfgemeinschaftshaus schwer. Die WCs im Keller erreichen sie wegen der Stufen nicht. Vom viel zu kleinen Zuschnitt des stillen Örtchens ganz zu schweigen. Architekt Müller dazu: „Einzige Möglichkeit sehe ich im hinteren Bereich des Dorfgemeinschaftshauses bei der Überdachung, nahe dem Notausgang“. Für die Entsorgung müssen neue Leitungen verlegt werden, das Anlegen einer Zufahrtsrampe wird notwendig. 675 000 Euro sind veranschlagt. Die neuen (Kunststoff)-Fenster  schlagen sich mit rund 50 000 Euro im Gesamtaufwand nieder, der damit notwendige Vollwärmeschutz an den Außenfassaden soll 55 650 Euro kosten.

Schlimm fiel der Zustandsbericht des Architekten über das Kellergeschoss aus: feucht, verschimmelt, vernässt. Ratsmitglieder, die schon versuchten, dort eine bauliche Verbesserung herbeizuführen, bestätigten diese Beschreibung. Mit einem Injektionsverfahren soll der Keller (Raumfeuchte fast 80 Prozent) trockengelegt werden. Dann könnte später vielleicht auch der als Bibliothek oder Zimmer des Ortsbürgermeisters angedachte Raum wieder genutzt werden. Schlimm das Szenario für den Raum, in welchem sich der kellerverschweißte Tank befindet. Feuchte, Pilz und Schimmel würden einen längeren Aufenthalt unmöglich machen. Favorisiert wird der Gedanke, den Stahltank ganz zu zerlegen und dafür Batterietanks aus Kunststoff einzubauen. Eine neue Heizung wird es nicht geben, nur die Steuerungstechnik der jetzigen Anlage muss erneuert werden. Zu einer neuen Dacheindeckung kommt es gleichfalls, und wenn schon Dorfgemeinschaftshaus und Kindergarten einen neuen Außenanstrich erfahren, wird ein solcher auch für das Feuerwehrgerätehaus fällig. Die Räte waren sich einig, dass nunmehr die Gesamtsanierung auf den Weg gebracht werden muss. Bis zum 15. Oktober muss der Zuschussantrag bei der Kreisverwaltung in Pirmasens vorliegen.

Beim Ausbau der Lindenstraße wurden neue Grenzen gezogen. Mit einem vereinfachten Umlegungsverfahren sollen nunmehr die neuen „Flächenergebnisse“ ins Grundbuch überführt werden. Die Kosten belaufen sich auf 13 000 Euro. Der Kostenübernahme stimmten die Ratsmitglieder zu.