Ein Stück Hochwasserschutz

Zweibrücken. "1993 hat das Wasser so hoch gestanden", zeigte Klaus Wendel an einem Gartenhaus die Marke des letzten großen Hochwassers in Zweibrücken

Zweibrücken. "1993 hat das Wasser so hoch gestanden", zeigte Klaus Wendel an einem Gartenhaus die Marke des letzten großen Hochwassers in Zweibrücken. Für die ersten Häuser der Friedrich-Ebert-Straße von der Bubenhauser Straße wird das ein Fußballplatz große Rückhaltebecken zwischen der Straße und dem Hornbach einen direkten Hochwasserschutz geben, erklärt Nicole Hartfelder vom Entsorgungsbetrieb Zweibrücken (EBZ)."Aber der Rückhalteraum ist nur eine Maßnahme im Bereich Hochwasserschutz", ergänzt Nicole Hartfelder. "Bisher die größte." Der EBZ bekam von der Stadt die Aufgabe Hochwasserschutz übertragen. Im Zuge eines Schutzkonzeptes wird das Unternehmen einig Maßnahmen abarbeiten. Wenngleich Hartfelder betont, dass es den hundertprozentigen Schutz nicht gibt.

Die fast abgeschlossene Baumaßnahme an der Friedrich-Ebert-Straße ist auch der wasserwirtschaftliche Ausgleich für das Gewerbegebiet Südtangente. Rund 16 000 Kubikmeter Rückhalteraum wurden dabei geschaffen. In einer ersten Maßnahme wurden 7000 Kubikmeter belastete Erde abgetragen. Trotz des Staubs hätten sich die Anlieger während der Bauphase sehr kooperativ gezeigt, sagte Hartfelder. Rund 88 000 Euro kostete die Abfuhr. Die Entsorgung der Altlasten fehle noch.

Die Verlegung des Hauptsammlers kostete 85 000 Euro. Die Profilierung des Rückhalteraums kostete 225 000 Euro. Für das Becken wurden noch einmal 12 000 Kubikmeter Erde ausgehoben. Der Hang zu der Wohnbebauung und dem Einkaufsmarkt wurde mit 3000 Quadratmeter Wasserbausteine befestigt. An der tiefsten Stelle, dort wo das Wasser bei Hochwasser in den Rückhalteraum einlaufen soll, wurde auf 7000 Quadratmeter ein Drahtgeflecht eingebaut.

"In zwei, drei Jahren ist die 8000 Quadratmeter große Fläche richtig grün. Dann ist das Geflecht nicht mehr notwendig", erläutert Hartfelder. Der EBZ ist für die Pflege des Beckens zuständig. "Zwei Mal im Jahr wird die Fläche gemäht." "Dann sieht das auch schöner aus", vermutet der Anlieger Klaus Wendel. Denn vorher war es nach der Schließung von Gewerbebetrieben eine freie, wild bewachsene Brachfläche.

In 15 Wochen wurden die drei Abschnitte der Baumaßnahme durch die Firmen Metz (Bruchweiler) und Staab (Schmitshausen) fertig gestellt.