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Marvin Mebus verstärkt TV Homburg: Mebus sucht neue Herausforderung

Marvin Mebus verstärkt TV Homburg : Mebus sucht neue Herausforderung

Handball-Saarlandliga: Spitzenreiter TV Homburg verpflichtet 26-jährigen Linkshänder von den HF Illtal.

Wenn Ligen- und Trainingsbetrieb auch ruhen, gehen die Planungen im Hintergrund bei den Handballern des TV Homburg für die kommende Saison doch weiter. So hat der Tabellenführer der Saarlandliga bereits einige Neuverpflichtungen getätigt. Und nachdem sich bei Edvinas Vorobjovas der befürchtete Kreuzbandriss-Verdacht bestätigt hat, benötigte der TVH, der für die kommende Runde anpeilt, in der Oberliga aufzulaufen, auf jeden Fall Verstärkung auf seiner rechten Seite. Dieser Schritt ist durch die Verpflichtung von Marvin Mebus vom Oberligisten HF Illtal nun gelungen.

„Ich kenne Marvin schon einige Jahre. Habe ihn oft bei seinen Spielen in der Junioren-Bundesliga für die HSG Völklingen beobachtet. Er ist taktisch und technisch hervorragend ausgebildet“, erklärt Jörg Ecker, Handball-Abteilungsleiter des TV Homburg. Der 1,83 Meter großen und knapp 80 Kilogramm schwere Neuzugang, der seine fehlende Körpermasse in der Abwehr durch schnelle Beinarbeit und besonders gutes Stellungsspiel und Timing problemlos ausgleichen könne, kann auf der Rückraum-Mitte und auf Rechtsaußen eingesetzt werden. In der gerade unterbrochenen Saison war Marvin Mebus unter dem ehemaligen Homburger Trainer Steffen Ecker bei den Handballfreunden Illtal eine feste Größe in der Mannschaft. Mit dem Wechsel von Steffen Ecker zum aktuellen Coach der Illtaler, Markus Simovski, bekam Marvin Mebus nicht mehr die von ihm erwünschten Spielanteile. Auch das war ein Grund für den Polizeibeamten aus Bexbach, nun zur kommenden Runde den Verein zu wechseln.

Mebus begann im Alter von sechs Jahren beim TuS Wiebelskirchen mit dem Handballsport. Sein großes Talent erkannte sehr früh die HSG Völklingen, zu der er bereits früh als C-Junior wechselte. Hier durchlief er alle Jugendstationen und lief sogar in der A-Juniorenbundesliga für de HSG auf, in der Saison 2010/11 mit unter anderem Yves Kunkel, Peter Waltz und Björn Zintel – alles Spieler, die sich später in Vereinen von der Oberliga bis in die 2. Liga behaupteten. Von 2012 bis 2014 war der 26-Jährige für die Völklinger in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am Ball. Dann zog es ihn zu den Handballfreunden. In den zurückliegenden Jahren wurde der TVH-Neuzugang dreimal Saarlandpokalsieger mit den Illtalern und mehrfacher Vizemeister in der Oberliga. Schmerzlich verlief für den 26-Jährigen die Saison 2017/18, die er wegen eines Kreuzbandrisses praktisch versäumte.

Doch davon hat er sich mittlerweile längst erholt. Jetzt will er sein Können beim TV Homburg unter Beweis stellen. „Mir gefällt das Konzept des TVH, etwas ganz Großes im Handballsport in den kommenden Jahren aufzubauen. Dazu will ich meinen Teil beitragen“. freut sich Mebus auf den „Tapetenwechsel“ nach vielen Jahren bei den Handballfreunden Illtal. Derzeit muss er aber erst einmal, wie all seine Handball-Kollegen und viele andere Sportler weltweit auch, mit den Gegebenheiten der „Sportunterbrechung“ zurechtkommen.

„Wie es weiter geht, weiß jetzt keiner. Ob die Saison fortgesetzt, wie sie gewertet wird, müssen wir alle abwarten.“ Als Meister, der TV Homburg hat hierzu die besten Chancen, müsste der Saarlandliga-Primus noch Aufstiegsspiele zur RPS-Oberliga austragen. Für Ecker wäre es vorstellbar, dass alle drei Meister der Landesverbände Saar, Rheinland und Pfalz, wenn die Saison denn später zu Ende gespielt würde, ohne die dann normalerweise noch folgenden Relegationsspiele den Weg in die RPS-Oberliga antreten. Doch noch ist auch bei den Handballverbänden vieles ungewiss.