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Eishockey-Regionalliga Südwest: Auf Bietigheimer Sturmlauf vorbereitet

Eishockey-Regionalliga Südwest : Auf Bietigheimer Sturmlauf vorbereitet

Ein letztes Mal flitzt der Puck in der Hauptrunde über das Eis der Peter-Cunningham-Memorial-Arena. Am Sonntagabend hat Regionalliga-Primus EHC Zweibrücken den Dritten Bietigheim Steelers 1b zu Gast.

Eigentlich könnte sich der EHC Zweibrücken zurücklegen und ganz entspannt anschauen, was die Konkurrenz veranstaltet. Denn während vier Teams noch um die beiden letzten Playoff-Tickets in der Eishockey-Regionalliga Südwest kämpfen, haben die Hornets Platz eins nach der Hauptrunde bereits sicher. Hinter den Zweibrückern ist der EV Ravensburg ebenfalls qualifiziert, könnte aber noch vom zweiten Rang verdrängt werden.

Etwa vom SC Bietigheim-Bissingen, den die Hornets am Sonntagabend (19 Uhr) zum letzten regulären Heimspiel der Saison in der Ice-Arena erwarten. Die Steelers brauchen nur noch ein Sieg aus den letzten beiden Partien, um definitiv in die K.o.-Runde einzuziehen. Deshalb ist Ralf Wolf besonders auf der Hut. „Bietigheim wird mit Sicherheit in die Vollen greifen und aufbieten, was möglich ist“, warnt der EHC-Coach. Auch einige U20-Spieler aus der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) könnten Sonntag in den Gästekader rutschen.

Technisch und läuferisch gehöre Bietigheim zum Besten, was die Liga zu bieten habe, betont Wolf. „Die Jungs sind alle top ausgebildet, weil dort einfach super Rahmenbedingungen herrschen.“ Dem wolle man „Zweibrücker Tugenden“ wie Kampf und Einsatz entgegensetzen, sagt der EHC-Trainer, der trotz der eigentlich lockeren Ausgangslage „immer angespannt“ ist.

Mit zuletzt drei Siegen in Folge (6:2 gegen Stuttgart; 8:6 in Ravensburg; 4:3 gegen Eppelheim) hat sich die Mannschaft von Trainer Jakob Vostarek zurück auf den dritten Tabellenplatz gehievt. Die letzte Pleite setzte es ausgerechnet bei den Hornets. Vor vier Wochen kam Bietigheim mit 1:6 bei der Wolf-Truppe unter die Räder. „Die werden sich am Sonntag anders präsentieren“, ist der 40-Jährige überzeugt.

Obwohl die beiden verbleibenden Hauptrundenpartien für die Hornets sportlich nicht mehr die allerhöchste Bedeutung haben, „werden wir nicht mit angezogener Handbremse aufspielen“, versichert Wolf. Wo die Reise in dieser Saison noch hingehen soll, ist klar. „Wir dürfen das große Ziel nicht aus den Augen verlieren“, betont der EHC-Trainer, der ganz offen ausspricht, dass man nach 2017 endlich wieder den Meisterpokal nach Zweibrücken holen will.

Dafür brauche er aber seinen kompletten Kader. Umso mehr ärgert Wolf deshalb die Matchstrafe, die Dustin Bauscher im letzten Spiel kassiert hat. Bei einer 9:5-Führung hatte sich der Zweibrücker Angreifer in den Schlusssekunden zu einem Handgemenge mit Mannheims Silvio Bruno hinreißen lassen und ist nun gegen Bietigheim gesperrt. „In jeder anderen Situation wäre er einfach weggefahren, aber Dustin ist noch jung und wird daraus lernen“, sagt Ralf Wolf. „Der Junge ärgert sich zutiefst darüber. Schließlich hat er sich selbst die Chance genommen, am Sonntag Eigenwerbung auf dem Eis zu betrieben.“

Neben Bauscher werden Sonntag noch einige andere Stammkräfte fehlen. Claudio Schreyer fällt ebenso aus wie Calvin Engel. „Wir werden also die Reihen ein bisschen umstellen müssen“, betont Wolf. Entwarnung gibt es in der Abwehr. Beide Torhüter sind fit. Ob Steven Teucke oder doch Sebastian Trenholm zwischen die Pfosten rückt, will der Trainer kurzfristig entscheiden.