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Choreograf Demis Volpi für Tanzpreis nominiert

Choreograf Demis Volpi für Tanzpreis nominiert

(dpa) "Ich konnte es kaum fassen", sagt Demis Volpi (31). Der junge Hauschoreograf des renommierten Stuttgarter Balletts staunt immer noch, dass ihn die International Dance Union Mitte April für den Tanzpreis "Prix Benois de la Danse" nominiert hat. Am Sonntag inszeniert der Argentinier Benjamin Brittens "Der Tod in Venedig" als Koproduktion von Ballett und Oper.

Mit "Krabat" nach dem Jugendbuch von Otfried Preußler wird die Ballettwelt 2013 auf Volpi aufmerksam. Der Jury des "Prix Benois de la Danse" hat es seine Choreografie zu "Salome" angetan. Im Juni 2016 bringt die Stuttgarter Compagnie die von Oscar Wilde geschaffene Figur der blutrünstigen Prinzessin als schrilles Tanzspektakel auf die Bühne. Ob "Salome" ihn Ende Mai im Moskauer Bolschoi zu dem begehrten Preis führt? Die Nominierung sei schon Ehre genug, sagt Volpi.

Mit 18 Jahren kam er vor allem wegen Ballettlegende John Cranko (1927-1973) nach Stuttgart. Jetzt schreibt er selbst Handlungsballette. Und sucht. "Was meine Vision ist, was ich vermitteln will." Ein ,,Großer" könne er werden, heißt es bei Experten der Zeitschrift "tanz" schon länger. Die Nominierung in Moskau gilt als ein weiterer Schritt.