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SV Elversberg verliert gegen Offenbach 0:2 und bleibt hinter dem FCS

Regionalliga Südwest : SVE verpasst es, Boden gutzumachen

Regionalligist Elversberg verliert sein Heimspiel gegen Offenbach mit 0:2 und bleibt sechs Punkte hinter dem 1. FC Saarbrücken.

Es war eine große Chance, die die SV Elversberg da am Montagabend in der Fußball-Regionalliga Südwest liegen gelassen hat. Bei einem Sieg gegen Kickers Offenbach hätte die SVE den Abstand zum Tabellenführer 1. FC Saarbrücken auf drei Punkte verkürzen können. Doch daraus wurde nichts. Die Elversberger verloren vor 1347 Zuschauern im eigenen Stadion mit 0:2. „Es ist eine Frechheit, dass wir hier als Verlierer vom Platz gehen. Wir hatten das Spiel 90 Minuten im Griff. Das tut weh“, sagte SVE-Kapitän Luca Dürholtz nach dem Spiel.

Genau wie der VfR Aalen (1:0-Sieg) und der Bahlinger SC (0:0) dachten die Offenbacher überhaupt nicht daran, irgendetwas für die Offensive zu tun. Die Hessen zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück und legten nur Wert darauf, das eigene Tor zu verteidigen. SVE-Trainer Horst Steffen ahnte das im Vorfeld und erarbeitete im Training Lösungen gegen dieses Abwehr-Bollwerk. Und das sah auch richtig gut aus. Die SVE hatte gefühlt 90 Prozent Ballbesitz, eroberte verlorene Bälle sofort zurück und kam auch zu klaren Torchancen. Nach einer Flanke von Lukas Kohler kam Sinan Tekerci aus vollem Lauf fünf Meter vor dem Offenbacher Tor an den Ball, köpfte aber am langen Pfosten vorbei.

Die dickste Chance hatte die SVE in der 25. Minute. Offenbachs Kapitän Maik Vetter traf SVE-Stürmer Mirza Mustafic im Strafraum am Fuß, Schiedsrichter Mario Hildenbrand entschied auf Foulelfmeter. Manuel Feil, der in dieser Saison bislang all seine vier Elfmeter verwandelte, trat an und scheiterte an Dominik Draband, dem Ex-Elversberger im Kickers-Tor. „Wir müssen in der ersten Halbzeit in Führung gehen, dann läuft das Spiel ganz anders. Chancen hatten wir genug“, sagte SVE-Mittelfeldspieler Patryk Dragon. Er machte wie Dürholtz, Feil und Tekerci ein starkes Spiel.

Die beiden Neuen an vorderster Front im SVE-Spiel, Mirza Mustafic und Chance Simakala, sind dagegen noch nicht richtig da. Zu verspielt, falsches Stellungsspiel und schwache Abschlüsse zeichneten die beiden aus. Horst Steffen sprach unter der Woche davon, dass die Neuen zuerst richtig integriert werden müssen. Genau das war auch am Saisonanfang der Fall, als die SVE oft klar besser war als der Gegner, aber das Tor nicht traf. Es dauerte damals fast zwei Monate, ehe die SVE in die Spur fand und eine Serie mit neun Siegen startete.

Am Montag waren die Elversberger in der zweiten Halbzeit ebenfalls klar überlegen. An der schwachen Effizienz vor dem Gästetor änderte aber auch Israel Suero nichts, der nach zweimonatiger Verletzungspause in der 64. Minute für Mustafic eingewechselt wurde. Suero wurde danach zum dritten Standardschützen der SVE in dem Spiel. An der Qualität der Ecken und Freistöße änderte sich nichts – und so schaffte es die SVE nach der Winterpause nicht, aus etwa 30 Standardmöglichkeiten ein Tor zu erzielen. „Wir hatten noch ein bis zwei Standardsituationen, die hätten reingehen können. Aber es war schwer, da Offenbach immer weiter hinten drin stand“, sagte Steffen. Die Kickers hingegen nutzten ihre einzigen Offensivaktionen. Der eingewechselte Marco Schikora drückte den Ball nach dem ersten Konter aus fünf Metern zum 1:0 ein (65.) und traf aus ähnlicher Position in der Nachspielzeit zum 2:0.

Am kommenden Samstag, 14 Uhr, empfängt die SVE die TSG Hoffenheim II, eine Woche später muss die SVE zum FC Homburg. Zwei Spiele, die die SVE in der Hinrunde verlor. Ob die Spiele stattfinden, ist wegen des Coronavirus noch fraglich. Die Partie am Montag fand nur statt, da die Gemeinde Spiesen-Elversberg und das Kreisgesundheitsamt des Landkreises Neunkirchen grünes Licht gegeben hatten.