Vertragsverlängerung von FCS-Trainer Jürgen Luginger so gut wie durch

Vertragsverlängerung von FCS-Trainer Jürgen Luginger so gut wie durch

Der Aufsichtsrat und das Präsidium des Fußball-Drittligisten 1.FC Saarbrücken haben sich der Vertragswünsche von Trainer Luginger angenommen und sie fast in Gänze abgenickt. Aber eben noch nicht alle. . .

Saarbrücken. Ob dieser Freitag, der 13. Januar 2012, als Glückstag in die jüngere Geschichte des 1. FC Saarbrücken eingehen wird, muss sich erst noch zeigen. Fest steht: Die erweiterte Präsidiumssitzung am Freitagnachmittag ist auf dem Weg zur Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrages von Trainer Jürgen Luginger ein großes Stück weiter gekommen. "Unsere aus dem Gespräch mit dem Trainer vom Mittwoch resultierende Vorlage wurde vom Aufsichtsrat bis auf einige kleine Änderungen so angenommen", sagte Präsident Paul Borgard nach der Zusammenkunft, "diese Änderungen wollen wir an diesem Samstag mit Jürgen Luginger besprechen. So viel kann ich aber schon verraten: Die Vertragslaufzeit von drei Jahren wurde einstimmig befürwortet."

Am Mittwoch hatten Borgard und Vize-Präsident Harald Ebertz mit Luginger die exakten Rahmenbedingungen der Verlängerung abgesprochen, Zahlen, Anforderungen und Fakten gesammelt und diese am Freitag dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Trainer wird nun am Samstag über die Änderungswünsche unterrichtet, "dann muss er das natürlich prüfen", sagt Borgard, "aber ich bin optimistisch, dass wir nächste Woche eine Pressekonferenz einberufen können."
Luginger war nicht bei der Sitzung, der Trainer war am Vormittag mit der Mannschaft zur Sportschule Hennef aufgebrochen. Dort bereitet sich die Mannschaft auf das Testspiel gegen den Regionalligisten 1.FC Köln II vor. Anstoß ist am Samstag um 14 Uhr im Franz-Kremer-Stadion. "Das wird ein guter Test gegen eine spielstarke Mannschaft", sagte Luginger vor der Abreise, "es ist eine wichtige Standortbestimmung eine Woche vor dem Rundenstart." Denn schon am 21. Januar muss der FCS zum Auftakt der Restrunde bei Carl-Zeiss Jena antreten.

In den bisherigen Testpartien gab Luginger allen Spielern gleichmäßig Spielpraxis. Allein Moustapha Salifou stand etwas länger auf dem Feld. "Er kann jede Minute Spielpraxis gebrauchen", sagt Luginger. Gegen die kleinen Kölner dürfen die Fans eine Startaufstellung erwarten, die sich auf das Jena-Spiel einstimmen soll. "Wir werden natürlich eine Mannschaft länger spielen lassen und erst später die Wechsel vollziehen", sagt Luginger, der seine Karten jedoch nicht auf den Tisch legen will: "Wer daraus Rückschlüsse ziehen möchte - bitte. Aber nicht alle Startplätze sind vergeben."
Auch Johannes Wurtz muss um seinen Platz weiter kämpfen. Meldungen des Magazins Forum, die Vertragsverhandlungen mit dem Talent seien gescheitert, wies der Verein am Freitag zurück. "Wir haben gesprochen, das Ganze ist noch Ergebnis-offen", erklärte Sportdirektor Dieter Ferner knapp, "die Verhandlungen laufen noch, sonst hätten wir doch mitgeteilt, dass die Gespräche gescheitert sind."

Sicher ist, dass Tim Kruse in Jena gesperrt fehlen wird. So dürfen sich wohl Salifou und Christian Eggert im defensiven Mittelfeld probieren, auch Markus Patzurek ist auf der Position sicher eine Option. Am Sonntag steht Pflege auf dem Plan, Montag ist frei. Ab Dienstag wird dann Anlauf genommen - auf das Spiel in Jena und auf den Vertragsabschluss mit dem Trainer.