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Der drittteuerste deutsche Fußballer

Mönchengladbach. Den Hamburger SV verließ er vor sieben Jahren ablösefrei, und vor zwei Jahren bezahlte auch der FC Valencia nur acht Millionen für ihn. Doch jetzt ist Shkodran Mustafi plötzlich der drittteuerste deutsche Fußballer. sid

Erst Kapitän Per Mertesacker würdig vertreten, dann mit ihm zusammen ein echtes Bollwerk bilden: Als dritter Weltmeister und drittteuerster deutscher Fußballer startet Shkodran Mustafi das Abenteuer beim FC Arsenal .


"Ich werde auf jeden Fall alles dafür geben, die deutsche Weltmeister-Tradition bei Arsenal zu rechtfertigen, die Lukas Podolski begonnen hat", sagte Mustafi gestern im Lager der Nationalmannschaft in Düsseldorf. 41 Millionen Euro hat der Verein aus London für den gebürtigen Hessen, dessen Eltern aus Albanien stammen, bezahlt.

Nur Mesut Özil bei seinem Wechsel zu Arsenal 2013 und Leroy Sané beim Transfer vor wenigen Wochen zu Manchester City waren mit je 50 Millionen teurer. Auf diese 50 Millionen war auch Mustafis Ausstiegsklausel eigentlich festgelegt, weswegen sich die Verhandlungen lange hinzogen. Dass Arsenal so viel Geld für ihn ausgab, "zeigt für mich das Vertrauen und die Wertschätzung von Arsenal", betonte Mustafi: "Und natürlich auch die Erwartungen in mich. Aber deswegen bin ich hier. Ich freue mich auf die Herausforderung in der Premier League ." Arsenal ist für ihn nach dem FC Everton , Sampdoria Genua und dem FC Valencia bereits die vierte Station im Ausland.

Doch auch diese geht er ohne Angst an. Obwohl die Rückkehr nach England für Mustafi in vielerlei Hinsicht ein Einschnitt ist. Nach der Rolle als Führungsspieler in Valencia muss er sich in London diesen Stellenwert wieder erarbeiten. Von seinem langjährigen Berater Ali Bulut hat er sich getrennt, den Transfer realisierten Vater Kujtim und Özil-Berater Erkut Sögüt.

Und erstmals steht er als Deutscher nicht alleine da. Nach Özil und dem verletzten Mertesacker ist er der dritte aktuelle Weltmeister beim FC Arsenal . "Das zeigt den Stellenwert von Arsenal und auch die Attraktivität der Premier League ", betonte Mustafi, dessen Jugendklub, der SV Rotenburg an der Fulda, sich nun auf 200 000 Euro Ausbildungsentschädigung freuen darf.



Er werde nun "zuerst mal mein Bestes geben, um Per während seiner Verletzungspause gut zu ersetzen. Danach werden wir uns gut ergänzen". Dass er mehrere deutsche Ansprechpartner hat - dazu gehört auch der für 45 Millionen Euro aus Mönchengladbach gekommene Schweizer Granit Xhaka - helfe ihm dabei.