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Torjäger treffen nicht, doch ihr Einsatz wird belohnt

Walldorf. Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken hat durch ein Eigentor einen 1:0-Sieg bei Astoria Walldorf gefeiert. Trainer Dirk Lottner sagt nach dem glücklichen Erfolg: „Die Mannschaft weiß schon, dass es kein richtig gutes Spiel war.“ Patric Cordier

Es ist noch einmal gut gegangen - so kann man in Anlehnung an ein Kölsches Sprichwort den 1:0 (0:0)-Sieg des 1. FC Saarbrücken bei Astoria Walldorf wohl zusammenfassen. "Es ist kein Sieg, für den man sich schämen müsste", sagte Trainer Dirk Lottner: "Es ist ein Sieg, den wir uns schwer erarbeiten mussten. Die Mannschaft weiß schon, dass es kein richtig gutes Spiel war."



20 Minuten ereignisloser Sommerfußball, dann zwei Möglichkeiten links, zwei rechts, zwei gute Torhüter-Paraden hüben und drüben. Das war die erste Halbzeit der Partie am Dienstagabend.

Bezeichnend für das FCS-Offensivspiel die Szene aus der 36. Minute: Nach einer Flanke von Sascha Wenninger behinderten sich die Stürmer Patrick Schmidt (vier Saisontore) und Kevin Behrens (ein Tor). Walldorf-Torwart Denis Wieszolek konnte den Ball einfach aufnehmen. "Heute war nicht so viel drin für uns Stürmer, wir mussten uns in den Dienst der Mannschaft stellen", sagte Behrens, der in der Druckphase der Gastgeber in Halbzeit zwei viele Defensiv-Zweikämpfe und Kopfbälle gewinnen konnte. "Patrick und Kevin sind zwei wichtige Spieler, weil sie eben auch viel gegen den Ball arbeiten und damit Druck von Mittelfeld und Abwehr wegnehmen", erklärte Lottner.

Dass Stürmer an Toren gemessen werden und Schmidt die Nase vorne hat, stört die Harmonie zwischen den Offensivkräften nicht. "Ich freue mich, wenn er die Dinger reinmacht. Es haben alle etwas davon, wenn wir gewinnen", sagt Behrens: "Irgendwann kommt mal das Spiel, wo ich zwei mache und Patrick nur eins." Schmidt sieht die Entwicklung des Sturmduos noch lange nicht am Ende: "Das mit Kevin und mir passt richtig gut, gerade weil wir zwei unterschiedliche Spielertypen sind."

In Walldorf trafen die Torjäger nicht - ihre Arbeit wurde dennoch belohnt. Behrens' Ballgewinn und sein anschließender Steilpass brachten Marvin Studtrucker in Position. Dessen Hereingabe führte in der 75. Minute zum entscheidenden Eigentor durch Tabe Nyenti - und dem glücklichen Ende für den FCS.