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Der Dampfmacher ist heiß

SVE-Stürmer Moritz Göttel (rechts, hier im Zweikampf mit Stefan Posch) wurde gegen Hoffenheim eingewechselt und half mit, das Spiel am Ende noch mit 1:0 zu gewinnen. Foto: Schlichter
SVE-Stürmer Moritz Göttel (rechts, hier im Zweikampf mit Stefan Posch) wurde gegen Hoffenheim eingewechselt und half mit, das Spiel am Ende noch mit 1:0 zu gewinnen. Foto: Schlichter FOTO: Schlichter
Elversberg. Michael Wiesinger, der Trainer der SV Elversberg, muss im Heimspiel an diesem Samstag gegen den FCK II vielleicht auf Abwehrchef Kevin Maek verzichten, der an einer Oberschenkelverletzung laboriert. Heiko Lehmann

Die SV Elversberg hat mit einem Durchschnittsalter von 26 Jahren den ältesten Kader in der Fußball-Regionalliga Südwest. In den Vordergrund haben sich bislang aber zwei Nachwuchskicker gespielt. Publikumsliebling Moritz Göttel wurde in der vergangenen Woche beim 1:0-Sieg gegen die TSG Hoffenheim II in der 65. Minute eingewechselt und legte als Stürmer ein Kampf- und Laufpensum hin wie kaum ein anderer bei der SVE. "Ich habe in der Vorbereitung alles gegeben und gebe in jedem Training und in jedem Spiel alles. Ob ich spiele, entscheidet der Trainer", sagt der 23-Jährige selbstbewusst.


SVE-Trainer Michael Wiesinger setzte Göttel in der Sommerpause die Neuzugänge Edmond Kapllani, Julius Perstaller und Till Hermandung im Sturm vor die Nase. Göttel biss sich dennoch durch. "Wenn der Trainer nicht mehr auf mich setzen würde, hätte er es mir gesagt. Also gebe ich weiter Vollgas", sagt Göttel, über den Wiesinger sagt: "Einen Stürmer zu haben, der in den letzten 30 Minuten noch mal so richtig Dampf macht, ist eine unserer Qualitäten. Wenn Moritz weiter hart arbeitet, werden wir noch viel Spaß an ihm haben." Für die Startelf wird es demnach für Göttel an diesem Samstag, 14 Uhr, im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II wohl noch nicht reichen.

Für Merveille Biankadi dagegen schon. Der 21-Jährige ist derzeit wohl der spielstärkste defensive Mittelfeldspieler der SVE. Biankadi ist extrem ballsicher und hat das Potenzial, tödliche Pässe zu spielen. "Ich will und muss meine Chance jetzt nutzen. Allerdings weiß ich auch, dass sich in unserem Kader jede Woche etwas ändern kann", sagt Biankadi.

Als die SVE in der vergangenen Woche zur Schlussoffensive ansetzte und durch Maximilian Oesterhelweg in den letzten Sekunden zum 1:0-Siegtreffer kam, waren die drei Topneuzugänge der SVE nicht mehr auf dem Platz. Steffen Bohl (32 Jahre) saß 90 Minuten nur auf der Bank, Kapllani (34) wurde für Göttel ausgewechselt, Milan Ivana (32) musste bereits in der 55. Minute für Sven Sellentin raus. Für Wiesinger hat die starke Schlussoffensive nichts damit zu tun, dass die drei Neuen nicht mehr auf dem Platz waren. "Es kann genauso gut sein, dass wir in den 60 Minuten zuvor unseren Gegner bereits entkräftet haben", sagt Wiesinger: "Milan Ivana hat vor seinem Wechsel mehr als ein Jahr kein Spiel mehr bestritten, Edmond Kapllani hat nur unregelmäßig gespielt. Auch Steffen Bohl ist noch nicht ganz angekommen. Die drei brauchen noch Zeit."

Zeit hat am Samstag Aaron Berzel. Der Außenverteidiger wurde nach einem Trainingsvorfall unter der Woche vorläufig suspendiert und wird, wie Wiesinger mitteilte, erst am Sonntag wieder ins Training einsteigen. Fraglich ist der Einsatz bei Innenverteidiger und Abwehrchef Kevin Maek. Der 27-Jährige laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Wiesinger möchte kurzfristig entscheiden, ob Maek gegen den FCK II spielt - oder erst am Dienstag beim FC Homburg.