| 20:17 Uhr

Befreiungsschlag an der Kaiserlinde

Doppelter Grund zum Jubeln: Moritz Göttel schreit seine Freude über den Treffer zum 2:0 gegen die TuS Koblenz heraus. Der SVE-Stürmer hatte vor dem Spiel seinen Vertrag um ein Jahr bis Sommer 2018 verlängert. Foto: Wieck
Doppelter Grund zum Jubeln: Moritz Göttel schreit seine Freude über den Treffer zum 2:0 gegen die TuS Koblenz heraus. Der SVE-Stürmer hatte vor dem Spiel seinen Vertrag um ein Jahr bis Sommer 2018 verlängert. Foto: Wieck FOTO: Wieck
Elversberg. Die SV Elversberg gewinnt in der Regionalliga Südwest ihr Heimspiel gegen die TuS Koblenz mit 2:0. Edmond Kapllani und Moritz Göttel trafen für die SVE, die damit Tabellenplatz zwei festigte. Heiko Lehmann

Mit einem breiten Grinsen klatschte Moritz Göttel am vergangenen Freitag mit dem neuen Co-Trainer der SV Elversberg , Stefan Reisinger, ab. "Stefan hat mir vor dem Spiel gesagt, dass ich einfach Vollgas geben soll, wenn ich eingewechselt werde. Dann würde ich auch mein Tor machen", sagte Göttel nach dem 2:0-Sieg gegen die TuS Koblenz. "Ich habe in den beiden vergangenen Tagen viel mit Edmond Kapllani und Moritz Göttel gesprochen. Die Jungs sind alle super in Ordnung", sagte Reisinger, der am vergangenen Mittwoch den entlassenen Co-Trainer Oliver Beer ersetzte.



Am Freitag wurde Göttel vor 1422 Zuschauern im Stadion an der Kaiserlinde in der 67. Minute für Julius Perstaller eingewechselt. In der 85. Minute erzielte der 24-Jährige aus fünf Metern und spitzem Winkel das 2:0 für die SVE. "Dieser Sieg war brutal wichtig. Ich hoffe, er gibt uns das nötige Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben", sagte Göttel, der nach dem Spiel mit Sprechchören gefeiert wurde. Vor dem Spiel hatte die SVE bekanntgegeben, dass Göttel um ein weiteres Jahr bis 2018 verlängert hat. "Die Gespräche laufen schon länger. Ich wollten jetzt einfach ein Zeichen setzen und für eine positive Nachricht sorgen", sagte Göttel.

"Lukas-Kohler"-Sprechchöre gab es auch. Der Außenverteidiger hat sogar bis 2019 verlängert. Die wichtigste Nachricht am Freitag war aber, dass die SVE nach nur vier Punkten aus vier Spielen endlich wieder gewonnen hatte. Kapllani schoss die SVE in der 47. Minute in Führung. Er nahm den Ball am Strafraum in Seelenruhe an, legte ihn sich zurecht und traf aus 16 Metern ins Eck. "Ich bin eben ein Box-Spieler (Strafraum-Spieler, Anm.d.Red.). Da muss man die Ruhe bewahren. Ich bin mir sicher, dass wir wieder zu unserer Form finden werden. Dann schlägt uns keiner", sagte Kapllani. Koblenz war über 90 Minuten nur nach Standards gefährlich und hatte keine klare Torchance. "Wir haben heute gut gearbeitet. In manchen Phasen hätte ich mir aber gewünscht, dass wir das Tempo hochgehalten hätten", sagte ein erleichterter SVE-Trainer Michael Wiesinger.

Einen doppelten Erfolg konnte Matthias Cuntz feiern: Der 26-Jährige stand in diesem Jahr zum ersten Mal von Beginn an auf dem Platz und war vor der Pause der stärkste Mann an der Kaiserlinde. Von Wiesinger gab es sogar Szenen-Applaus für Cuntz. Dagegen stand Markus Obernosterer zum fünften Mal in Folge überhaupt nicht im Aufgebot. Die Tage des Österreichers in Elversberg scheinen gezählt zu sein. Gut möglich, dass Obernosterer in den kommenden Wochen einen Vertrag beim 1. FC Saarbrücken unterschreibt. Bei der SVE sollen in dieser Woche weitere Spieler ihre Verträge verlängern. "Wir sind mündlich mit einigen Spielern sehr weit", sagte SVE-Sportdirektor Roland Seitz dazu.