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Harte Prüfungen für FCH: Erst nach Waldhof, dann kommt die SVE

Homburg. Fußball-Regionalligist FC 08 Homburg muss an diesem Samstag bei Waldhof Mannheim ran. Die Waldhöfer haben drei Siege in drei Spielen eingefahren. Für FCH-Trainer Jens Kiefer kein Wunder. Dennoch sollen Punkte her. Ralph Tiné

Natürlich habe der FC Homburg "im Hinterkopf gehofft, dass wir die Sensation schaffen können". Letztlich sei die 0:3-Niederlage gegen den ambitionierten Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart aber "ein Ergebnis, das man erwarten konnte", gewesen. Mit diesem Kommentar hakt Jens Kiefer, der Trainer der Saarländer, die Niederlage der vergangenen Woche in der ersten Runde des DFB-Pokals ab: "Jetzt konzentrieren wir uns auf die Liga."



Unmittelbar nach dem ersten Saison-Höhepunkt im Pokal stehen mit dem Erst- und Zweitplatzierten der letztjährigen Regionalliga die nächsten Kracher auf dem Programm. An diesem Samstag um 14.30 Uhr treten die Grün-Weißen zunächst bei Meister SV Waldhof Mannheim an. Drei Tage später (Dienstag, 19.30 Uhr) empfangen die Homburger den Lokalrivalen SV Elversberg .

Das Mannheimer Carl-Benz-Stadion war in den vergangenen beiden Jahren immer eine Reise wert für den FCH, brachten die Grün-Weißen beide Male Zählbares mit nach Hause. "Da haben wir ja in der Vergangenheit nicht so schlecht ausgesehen", erinnert Kiefer an die Auftritte auf dem Waldhof. Dem ein 1:1 in der letzten Saison ging in der Spielzeit zuvor ein 0:0 voraus. Nach dem durchwachsenen Saisonstart mit einem Punkt aus zwei Spielen wäre ein Punkt oder vielleicht sogar ein Sieg für den FCH Gold wert. In drei Spielen haben die Waldhöfer die volle Ausbeute von neun Punkten gesammelt. Mit einer Niederlage wäre die Tabellenspitze für den FCH schon früh außer Reichweite.

Das 0:0 am zweiten Spieltag bei Eintracht Trier war für den FCH ein akzeptables Ergebnis. Ärgerlich war dagegen die 1:2-Auftaktniederlage beim Aufsteiger FC Nöttingen. "Wir wissen, dass ein Punkt aus den ersten beiden Spielen zu wenig ist", räumt Kiefer ein. Den Druck, der auf der Mannschaft lastet, sieht der Trainer als "normal" an und fügt hinzu: "Entscheidend ist, wie man damit umgeht."

Nachdem Mannheims Meister-Trainer Kenan Kocak zum Zweitligisten SV Sandhausen gewechselt ist, muss sich der FCH am Samstag auf einen neuen Spielstil seines Gegners einstellen. Gegenüber dem offensiv geprägten System der Vorsaison pflegt der neue SV-Trainer Gerd Dais einen "abwartenden und auf Konter ausgerichteten" Fußball, wie Kiefer sagt. "Mannheim hat eine sehr kompakte Defensive, die nur sehr schwer zu knacken ist. Die stehen zu Recht vorne." Will der FCH trotzdem zum Torerfolg kommen, wird sich die Mannschaft gegenüber ihren bisherigen Auftritten vor allem in der Offensive verbessert präsentieren müssen. Das weiß auch Kiefer. "Wir haben in den ersten beiden Spielen sieben oder acht gute Chancen nicht verwertet. Natürlich arbeiteten wir daran, dass sich die Quote verbessert", sagt der 41-jährige Trainer.