Gleich zum Auftakt ein Gradmesser

Im ersten Spiel kommt der Geheimfavorit Waldhof, danach geht es zum Meister Kickers Offenbach. Der FC Homburg startet gleich mit zwei dicken Brocken in die neue Saison. Dabei wollen die Homburger vor allem vermeiden, dass sich eines wiederholt.

Der Kapitän bleibt an Bord. Wie schon im Vorjahr wird Andreas Gaebler beim FC Homburg auch in der neuen Fußball-Regionalliga-Saison die Binde des Mannschaftsführers tragen. An diesem Samstag geht es für die Grün-Weißen um 14 Uhr im Waldstadion mit dem Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim los. Es ist dem Rechtsverteidiger anzusehen, dass er stolz darauf ist, dass FCH-Trainer Jens Kiefer ihm erneut das Vertrauen geschenkt hat. Stürmer Kai Hesse wird sein Stellvertreter. Dem Mannschaftsrat gehören darüber hinaus André Kilian, Nils Fischer und Steven Kröner an.

Gaebler ist froh, dass die Vorbereitung nun endlich ein Ende hat. "Das war schon hart, vor allem während dieser extremen Temperaturen. Die Ergebnisse in den Testspielen haben am Anfang nicht so gestimmt. Das wurde aber später besser. Ich bin alles in allem zufrieden, wie die Vorbereitung gelaufen ist", geht der Kapitän optimistisch in die neue Spielzeit. Nun geht es darum, die nach oben zeigende Leistungskurve aus den Testspielen in den Punktspielen zu bestätigen.

Mit Waldhof erwartet der FCH direkt zu Beginn ein Gegner, den viele Beobachter als Geheimfavoriten für die vordersten Plätze auf der Rechnung haben. "Spielerisch gehörte Mannheim meiner Meinung nach schon im vergangenen Jahr unter die ersten sechs oder sieben. Auch wenn es am Ende bei ihnen nur zu Rang 13 gereicht hat", findet Gaebler.

Dass der SV Waldhof in dieser Saison höher hinaus will, kann vor allem an dem prominentesten der zahlreichen Neuzugänge festgemacht werden. Hanno Balitsch, 343-facher Bundesligaspieler, ist vom Zweitligisten FSV Frankfurt nach Mannheim zurückgekehrt, wo er vor 14 Jahren seine Karriere einst begonnen hatte. Mit Mannheim und der darauf folgenden Auswärtspartie beim Vorjahresmeister Kickers Offenbach ist also bereits der Auftakt für den FCH ein Gradmesser.

Konkrete Ziele und Zahlen mag FCH-Trainer Jens Kiefer zwar nicht nennen. Ein besseres Ergebnis als in der vergangenen Saison soll es aber sein. "Wir hatten in der letzten Saison 57 Punkte. Das wollen wir diesmal verbessern", sagt der 40-Jährige. Vor allem eine durchwachsene Frühphase hatte vor einem Jahr dafür gesorgt, dass den Tabellensechsten am Saison-Ende stattliche zwölf Punkte von den Relegationsplätzen trennten. Diesmal wollen die Grün-Weißen vom Start weg präsent sein - am besten mit einem Sieg gegen Mannheim.